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Die Blue-Port-Landungsbrücken lichttechnisch in Szene gesetzt.

Eine echte Schönheit: die Hamburger Speicherstadt

19.10.2015

Ein Welterbe der UNESCO, die Hamburger Speicherstadt erstrahlt passend zum internationalen Jahr des Lichts in attraktiv in Szene gesetzter Beleuchtung. Philips realisierte die Anstrahlung und Akzentuierung der Gebäudefassaden und architektonischen Strukturen mit dem eW-Graze-Powercore-LED-Leuchtensystem.

Das Wasserschloss in der Speicherstadt in Hamburg erstrahlt im LED-Licht.
Die eW-Graze-Powercore ist ein lineares LED-Leuchtensystem, das für das Anstrahlen und Akzentuieren von Gebäudefassaden und architektonischen Strukturen entwickelt wurde.

Zu den Sehenswürdigkeiten Hamburgs zählt die zwischen Elbe und Innenstadt gelegene Speicherstadt. Sie wurde von 1885 bis 1927 errichtet und gilt als weltweit größter historischer Lagerhauskomplex. Als erstes Baudenkmal Hamburgs wurde die Speicherstadt gemeinsam mit dem nahegelegenen Kontorhausviertel in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und steht damit auf einer Stufe mit Bauwerken wie dem Kölner Dom oder der Wartburg zu Eisenach. Passend zu diesem Anlass und zum Jahr des Lichts, wurde die Beleuchtung der Speicherstadt modernisiert und auf aktuelle LED-Technologie von Philips umgestellt.

Dass die Speicherhäuser am Rand des Freihafens jenseits der Zollgrenze nach vielen Jahren, in denen er kaum Beachtung fand, überhaupt zur beliebten touristischen Attraktion wurden, hängt nicht zuletzt mit seiner kunstvollen Lichtinszenierung zusammen. Seit April 2001 werden die historischen Gebäudefassaden, Windenaufgänge, Fluchttürme und Brücken Abend für Abend vom Einbruch der Dämmerung bis kurz vor Mitternacht mit einer durchdachten Illumination in Szene gesetzt.

Das Beleuchtungskonzept

Anstatt die Speicherstadt flächig und vorwiegend aus der Ferne anzustrahlen setzt Michael Batz, der Lichtkünstler, auf Zurückhaltung und betonte mit sanftem Licht die Feinheiten der Backsteinarchitektur. Rund 1000 Philips Leuchten, bestückt mit den seinerzeit neuen keramischen Entladungslampen Master-Colour-CDM und Kompakt-Leuchtstofflampen sorgten mit einer durchschnittlichen elektrischen Anschlussleistung von 25 Watt pro Lichtpunkt für ein differenziertes Bild, das im Spiel von Licht und Schatten die Merkmale der Fassaden plastisch herausarbeitete.

Dass die damals installierte Beleuchtung hat bis heute nichts von ihrer Faszination und Stimmigkeit eingebüßt. Batz erläutert: „Es geht uns darum, den Ort in einer Art mit Licht zu beschreiben, die so beständig ist wie die Architektur selbst. Da ist nichts Lautes oder Modernes, sondern eine Beleuchtung ohne Verfallsdatum.“

Umstellung auf LED

2010 wurde das Wasserschloss innerhalb der Speicherstadt mit den linearen eW-Graze-LED-Außenleuchten von Philips ausgestattet. Damit begann die Umrüstung der konventionellen Speicherstadtbeleuchtung auf LED-Technik. In einem weiteren Schritt erfolgte jetzt die Umrüstung der 19 fleetseitigen Fluchttürme der Speicherhäuser mit 300 eW-Graze-Leuchten, die dort die konventionellen Scheinwerfer ersetzen.

Im Vergleich zu den bislang eingesetzten Kompaktleuchtstofflampen haben die LED-Leuchten eine längere Lebensdauer und arbeiten energieeffizient. Außerdem vermeiden sie unerwünschtes, störendes Streulicht. Die LED-Beleuchtung ist nachhaltig und das Licht lässt sich exakt lenken. Das führt zu einer attraktiven Inszenierung der architektonischen Besonderheiten.

Die Umrüstung der Speicherstadtbeleuchtung spiegelt ein harmonisches Verhältnis zwischen Tradition und Modernität wieder. Sie nutzt die Technik von heute, um Historisches ins rechte Licht zu rücken. Mit neuen Mitteln lenkt sie den Blick auf ein Symbol hanseatischer Kaufmannstradition, dessen Einzigartigkeit durch die Ernennung zum Welterbe nun auch weit über Hamburgs Grenzen hinaus ins Bewusstsein gerückt wird. In den erfolgreichen Bewerbungsunterlagen der Hamburger Kulturbehörde hieß es, die Speicherstadt zeige „eine bildmächtige Inszenierung“, die ihren repräsentativen Charakter unterstreiche. Diese Inszenierung entscheidend zu unterstützen – das ist ein Verdienst der Beleuchtung. Dass sie in Zukunft noch energiesparender und damit umweltfreundlicher umgesetzt wird, macht sie noch wertvoller.

Dr. Roland Lappin, HHLA-Vorstand und Vorstandsvorsitzender des Vereins Licht-Kunst-Speicherstadt: „Das UNESCO-Welterbe Speicherstadt ist ein lebendiges Quartier. Dazu trägt seit Jahren die von Michael Batz konzipierte Illumination des Ensembles bei. Diese hat sich längst zu einer Attraktion entwickelt – nicht nur für Touristen. Ich danke Philips für das großzügige Sponsoring eines Teils der Beleuchtung. Besonders erfreulich ist die Umstellung der Illumination auf eine moderne LED-Technik. Diese ressourcenschonende Technik passt hervorragend zu unserer Strategie, die Speicherstadt unter Wahrung des historischen und kulturellen Erbes weiter zu entwickeln und damit langfristig zu bewahren. Der Verein Licht-Kunst-Speicherstadt wird zurzeit von 60 Mitgliedern unterstützt, unter anderem Gebrüder Heinemann, Philips, Hamburger Hafen und Logistik, Miniatur Wunderland.

Philips eW Graze Powercore

Das Philips-Beleuchtungssystem eW-Graze-Powercore ist ein zuverlässiges lineares LED-Leuchtensystem, das für die wirtschaftliche Anstrahlung oder Akzentuierung von Gebäudefassaden und architektonischen Strukturen im Innen- und Außenbereich entwickelt wurde. Es hat eine Lebensdauer von 100.000 Stunden und ist praktisch wartungsfrei. Die hochwertigen Optiken ermöglichen eine gleichmäßige Lichtverteilung. Das flache Leuchtenprofil sowie die Schnittstellen zur Durchgangsverdrahtung gewährt eine einfache, dezente Integration des Lichtsystems in die Gebäudearchitektur.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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