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Ein Mann, ein Wort, ein Bagger: Pollak macht sie alle platt

22.07.2011

Mit Gesetz und Bagger rückt Dyson chinesischen Plagiaten seines „Air Multipliers“ zu Leibe. Rund 800 Stück davon wurden nun am Wiener Firmengelände aufmerksamkeitsstark planiert. Damit will der Erfinder der beutellosen Staubsaugertechnologie auf das Problem der Patentverletzung hinweisen.

650 Ingenieure und Wissenschaftler haben drei Jahre lang an der Entwicklung des Air Multipliers gearbeitet – neun Mio. Euro hat Dyson dafür investiert. Um vieles billiger macht’s da schon die – vornehmlich chinesische – Konkurrenz. Statt zu entwickeln wird eifrig kopiert, auf minderwertige Art und Weise versteht sich.

 

„Seit der Markteinführung des Air Multipliers mussten wir jedes Jahr Millionen an Anwalts- und Gerichtskosten ausgeben, um mehr als 100 Nachahmerprodukte in 20 Ländern zu bekämpfen. Auch hier in Österreich setzen wir uns aktiv gegen die Verbreitung von Plagiaten zur Wehr“, sprach Dyson Österreich-Chef Peter Pollak und startete den Bagger um 800 Stück „Air Multiplier“-Plagiate öffentlichkeitswirksam einzustampfen.

 

Dyson kämpft seit seiner Gründung 1993 mit Plagiatsversuchen. Hohe Gewinnmargen, die sich Nachahmer und Trittbrettfahrer versprechen, gehen jedoch immer mit mangelhafter Qualität der kopierten Artikel einher. Das ist, neben wirtschaftlichen Einbußen, ein wesentlicher Grund für Dyson, sich gegen Kopien jeglicher Herkunft zu wehren. Firmengründer James Dyson hatte schon bald nach der Markteinführung seines ersten Verkaufsschlagers, dem Dyson Dual Cyclone Staubsauger, mit einem Nachahmer zu kämpfen. Der etablierte Hersteller Hoover aus den USA „erfand“ ebenfalls einen beutellosen Staubsauger. Dyson klagte und nach mehr als einem Jahr vor Gericht musste Hoover einräumen, das Patentrecht verletzt zu haben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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