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Der Online-Marktplatz befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase.

Ein erster Blick: Das ist der neue Online-Marktplatz von Media Markt

03.09.2020

2019 hat Media-Saturn-Mutter Ceconomy eine eigene E-Commerce-Marktplatzlösung angekündigt. Wie beim Amazon Marketplace sollen hier externe Händler ihre Waren feilbieten können. Inzwischen haben auch schon einige angedockt – Zeit für einen ersten Blick auf den zukünftigen Media Markt-Marktplatz.

Einige Partner haben bereits angedockt.

Das Angebot läuft, aber derzeit halt nur so halboffiziell. Abgesehen davon, dass der Marktplatz aktuell nur für Deutschland zur Verfügung steht, wird auf den Webseiten auch offiziell darauf hingewiesen, dass man sich damit noch in einer Beta-Phase befindet. Wie lange es noch dauern wird, bis man den Marktplatz endgültig und hochoffiziell scharfstellt, ist nach wie vor offen.

Sehr wohl findet man aber schon jetzt konkrete Informationen darüber, wie sich Media Markt die Zusammenarbeit mit seinen zukünftigen Marktplatzteilnehmern vorstellt. Das Wichtigste gleich vorweg: es kann nicht einfach jeder Händler am Marktplatz teilnehmen. Potenzielle Interessenten müssen sich aktiv bei Media-Saturn melden, anschließend werden der weitere Ablauf und die Details im persönlichen Kontakt festgelegt. Das ist insofern wenig überraschend, da Media-Saturn wahrscheinlich nicht möchte, dass Produkte aus ihrem eigenen Portfolio auf dem Marktplatz zu günstigeren Preisen angeboten werden – im schlimmsten Fall würden sich dann ja gleich mehrere Anbieter gegenseitig unterbieten.

Deutschsprachiges Kundenservice gefordert

Voraussetzung für die Teilnahme an MediaMarkt.de ist außerdem ein Unternehmenssitz in Deutschland. Auch das Lager, aus dem die Produkte versendet werden, muss sich in der Bundesrepublik befinden und den Kunden muss zudem ein „deutschsprachiges Kunden-Service mit sehr guter Erreichbarkeit“ geboten werden. Was man allerdings unter „sehr guter Erreichbarkeit“ versteht, wird leider nicht genauer spezifiziert. Sollte das Angebot später auf andere Länder ausgerollt werden, ist davon auszugehen, dass dieselben Voraussetzungen gelten werden.

Eine eigene Gebühr für das erstmalige Einrichten eines Händlerkontos gibt es nicht, stattdessen müssen Händler eine monatliche Grundgebühr sowie eine Verkaufsprovision abtreten. Genaue Zahlen nennt Media-Saturn hier nicht. Apropos Verkauf: Transaktionen werden 21 Tage nach der Zahlungsbestätigung des Kunden zur Auszahlung an die Marktplatz-Partner freigegeben.

Einige Händler haben jedenfalls bereits angedockt. Da es sich hier um eine offene Marktplatzlösung handelt, sehen Kunden auch sofort neben der Produktbeschreibung, dass die Waren nicht direkt von Media Markt stammt sondern „Verkauf und Versand durch XYZ“ erfolgen – wie übrigens auch bei Amazon üblich.

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