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Die Silicon Austria Labs bündeln die heimischen Kompetenzen in der Mikro- und Nanoelektronik (Hardware und Software), um Österreich international in diesem Bereich an die Weltspitze zu bringen.

ECSEL Austria: Österreich in Mikro- und Nanoelektronik an Weltspitze bringen

23.10.2017

Eine hochkarätig besetzte Konferenz in Graz beschäftigte sich mit den Silicon Austria Labs und dem EU Programm Horizon 2020.

Am 18. Oktober 2017 fand in Graz der Herbst-Event der Technologieplattform ECSEL-Austria statt – dabei waren die Silicon Austria Labs, das zukünftige Forschungszentrum für Mikroelektronik (elektronische Komponenten und Systeme) in Österreich, einer der Schwerpunkte der Veranstaltung.

Die Plattform ECSEL-Austria möchte die internationale Sichtbarkeit und strategische Positionierung des Standortes Österreich stärken.

Dazu Josef Affenzeller, Prokurist und Forschungskoordinator der AVL List GmbH und Obmann des Vereins ECSEL-Austria: „Bereits heute können wir im internationalen Vergleich einzigartige Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen in Österreich vorweisen. Um auch in Zukunft in diesem hochkompetitiven Markt konkurrenzfähig zu bleiben, brauchen wir Silicon Austria als Leuchtturmprojekt, das diese Anstrengungen unter einem Dach bündelt.“

Im Hinblick auf das EU Rahmenprogramm Horizon 2020 betonte der Vertreter der EU-Kommission, Henri Rajbenbach, Generaldirektor für Communications Networks, Content and Technologies, die Notwendigkeit, die europaweite Zusammenarbeit in diesem Bereich zu intensiveren. Andernfalls besteht laut Klaus Bernhardt, Vorstandsmitglied von ECSEL-Austria, die Gefahr, technologiepolitisch gegenüber den USA und China ins Hintertreffen zu geraten.

Umso wichtiger ist es für Bert de Colvenaer, Executive Director von ECSEL Europa, daher auch, die Kooperation im Rahmen der europäischen ECSEL zu forcieren, um eine wettbewerbsfähigere industrielle Basis zu schaffen.

Michael Wiesmüller vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT): „Mit unserer starken Beteiligung am Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020, ECSEL und den Silicon Austria Labs wollen wir ein Weltklasse-Ökosystem für elektronische Systeme aufbauen.“

Insgesamt 280 Millionen Euro stellen Infrastrukturministerium, die Bundesländer Steiermark, Kärnten und Oberösterreich sowie die Österreichische Industrie für das Forschungszentrum für die Startphase der ersten fünf Jahre zur Verfügung.

An den drei Standorten Graz, Villach und Linz wird an unterschiedlichen Schwerpunkten geforscht: Villach beschäftigt sich mit Sensorik und Sensorsystemen sowie mit Leistungselektronik und entwickelt leistungsfähige Sensoren und energieeffiziente Mikrochips.

Linz arbeitet im Bereich Hochfrequenz daran, große Mengen an Daten zu senden und zu empfangen. Und Graz schließlich verbindet diese Themen mit dem Schwerpunkt System-Integration und untersucht das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten, wie etwa Radarsensoren, GPS-Empfang und Internetverbindung in einem selbstfahrenden Auto. Die Geschäftsführung ist nahe der TU Graz angesiedelt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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