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eBay will Kinder als Kunden: Online-Plattformen kämpfen um die junge Kaufkraft

27.07.2012

Die Internet-Handelsplattform eBay will künftig die feilgebotenen Produkte auch an Kinder verscherbeln. Das sagt ein hochrangiger Manager gegenüber dem Wall Street Journal. Schon in den kommenden neun Monaten können Minderjährige mit eigenen Accounts rechnen, wenn ihre Eltern unterschreiben.

Der Kampf um Kinder und Jugendliche als Kunden ist im Internet längst entbrannt. Auch im Elektronikbereich sind sie natürlich eine wichtige Zielgruppe, etwa für Spielkonsolen, MP3-Player oder Smartphones. Wie viele Minderjährige solche Geräte jetzt bei eBay einkaufen, ist schwer zu erheben, da die meisten die Accounts ihrer Eltern oder anderer Erwachsener verwenden. Bei eBay gibt es derzeit rund 113,3 Millionen aktive Benutzerkonten. Laufen die neuen Kinder-Accounts, wird wohl auch die Zahl der Internetangebote, die Kinder als vielversprechende Zielgruppe sehen, auf eBay weiter ansteigen.

Zielgruppe für Online

Die Minderjährigen sind beliebte Kunden, weil sie großen Einfluss auf das Kaufverhalten von Familien haben und meist markentreu agieren. Zudem wurde das Segment bis vor Kurzem noch nicht aktiv von den Internetplattformen umworben. eBays Bezahldienst-Tochter PayPal erlaubt es Über-13-Jährigen allerdings bereits jetzt, mit einer Unterschrift der Erziehungsberechtigten Konten zu eröffnen. Auch eBay wird höchstwahrscheinlich auf eine Unterschrift der Eltern als Sicherheitsmaßnahme setzen, wie die Nachrichtenagentur Pressetext.at berichtet.


Unbekannte Dunkelziffer

 

Datenschützer sorgen sich um die Privatsphäre der Jugendlichen, wenn ihre Daten von Online-Unternehmen dann möglicherweise auf dieselbe aggressive Weise verfolgt werden, wie jene von Erwachsenen. Auch bei personalisierter Werbung für Kinder gibt es moralische Bedenken. Auch müsse der Online-Zugang zu für Kinder ungeeigneten Produkten gesperrt werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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