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Stefan Haslinger: „Sicherheit muss kein Luxus sein“

Eaton Sicherheitstage in Wien

02.02.2018

Im Thirty Five in Wien lud Eaton zu den Sicherheitstagen 2018. Gastredner Alfred Mörx sprach über Schutzkonzepte in Niederspannungsanlagen.

Hoch über den Dächern Wiens, im 35. Stockwerk des Vienna Twin Tower, hielt Eaton die Sicherheitstage 2018 ab. Nach der Begrüßung durch Alexander Ströbl, Vertriebsleiter für den Bereich Elektrogroßhandel und Elektroinstallateure Eaton Österreich, führte die Synchronstimme von Bruce Willis (Manfred Lehmann) durch ein temporeiches Sicherheitsvideo, indem auch ein elektrisch gezündeter Brand gezeigt wurde.

Dass normgerecht errichtete Anlagen nicht immer den optimalen Schutz bieten, veranschaulichte Stefan Haslinger, Leiter des Bereiches Schaltanlagenplanung und Projektrealisierung im Vertrieb Österreich, mithilfe eines historischen Beispiels: Innerhalb von nur 13 Jahren hatte sich Anfang des 20. Jahrhunderts das Straßenbild New Yorks gewandelt. Alle Pferdekutschen waren von Automobilen abgelöst worden. „Was heute zeitgemäß ist, kann in den nächsten Jahren bereits überholt sein“, sagte Haslinger. Die Minimalanforderungen von normgerechten Anlagen entsprächen nicht dem Stand der Technik von heute. Und erweiterte Sicherheit sei nicht zwangsläufig teuer: „Sicherheit muss kein Luxus sein“, meinte Stefan Haslinger und stellte das Eaton Diagnose System vor, mit dem sich Niederspannungs-Hauptverteilungen thermisch überwachen lassen.

Schutzkonzept in Niederspannungsanlagen

Als Gastredner erklärte Elektrojournal-Autor Alfred Mörx, Leiter von diam-consult, den Sicherheitsbegriff und die Schutzkonzepte in Niederspannungsanlagen. Absolute Sicherheit sei niemals möglich, jedoch „darf das Restrisiko nicht höher sein als das ‚höchst vertretbare Risiko‘“, eine Grenze, die wir als Gesellschaft festlegen. Die verschiedenen Schutzebenen stellte Mörx als Kegel dar, der oben stumpf, also noch unvollendet, ist. Die Basis des Kegels, „Schutz von Menschen und Nutztieren“ durchdringt zudem alle anderen Ebenen, da diese Anforderungen „praktisch unabhängig davon, welche weiteren Schutzebenen im konkreten Fall zu beachten sind, vorhanden sein müssen.“ „Security“ sei eine weitere Schutzebene, die im Kommen, aber noch nicht reglementiert wäre, schloss Mörx. Denn bei intelligenten Systemen könnte etwa ein Hacker das Gerät dazu bringen, dem Anlagenbetreiber eine ordnungsgemäße Funktion nur vorzuspielen.

Alexander Ströbl schloss mit dem Appell, dass man besonders im Elektrogewerbe Entwicklungen nicht verschlafen dürfe: „Schauen Sie, dass Sie nicht der Pferdekutscher sind.“

Autor/in:
Lukas Unger
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