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Dyson/Siemens: Provokante Kampagne sorgt für Rechtsstreit in Deutschland

16.11.2004

In europäischen Gerichtssälen mit Sicherheit die bekannteste aller Staubsauger-Marken: Dyson

Ein in Deutschland entbrannter „Saugkraft-Rechtsstreit“ zwischen Dyson und Siemens geht in die zweite Instanz.
Grund der Auseinandersetzung, so heißt es, sei ein von Dyson in der deutschen Printkampagne verwendeter Vergleich, wonach Dyson-Geräte über eine höhere Saugkraft verfügen als jene der Mitbewerber. Ein bisserl provokant, nachdem man bei Dyson ja sonst von der beständig hohen Saugkraft spricht. Für das Münchner Landgericht I ein in dieser Form daher irreführender und nicht zulässiger Vergleich.

Dyson Deutschland wertet das Urteil dennoch als Erfolg, da man weiterhin uneingeschränkt mit dem Alleinstellungsmerkmal „Kein Saugkraftverlust“ werben dürfe. Deshalb geht Siemens nun in die nächste Instanz, um auch die Frage des Saugkraft-Verlustes von Dyson-Staubsaugern „endgültig“ zu klären...
Bisher reichte dem Gericht das von Siemens vorgelegte Testmaterial nämlich nicht aus, um Dyson diesbezüglich zu widerlegen.

Fiebert weniger dem Ausgang des Rechtsstreits entgegen als der nächsten internationalen Dyson-Promotion, die Anfang Februar starten soll: Peter Pollak

„Dyson sieht diesen Bemühungen des Wettbewerbs gelassen entgegen“, kommentiert Österreich-Chef Peter Pollak aus sicherer Distanz die Ereignisse beim großen Nachbarn. Im Gegensatz zu dort habe man in der Alpenrepublik das beste Einvernehmen mit den Mitbewerbern. „Und von Siemens hat sich zu dem Geschehen in Deutschland bisher kein Einziger geäußert, weder offiziell noch inoffiziell.“
Was Pollak nicht zuletzt dem Umstand zuschreibt, „dass Siemens in Deutschland bei der Bodenpflege einfach eine andere Bedeutung als in Österreich hat. Das Kräfteverhältnis zu Dyson ist dort ja wie umgedreht. In Deutschland verfügt Siemens über einen mehr als doppelt so großen Marktanteil, in Österreich dagegen ist Dyson fast doppelt so stark.“

Redet lieber über die eigenen Produkte (Recht hat er): BSH-Mann Udo Pogatschnig

Udo Pogatschnig, CP-Vertriebsleiter bei der BSH, zeigt sich denn auch ungewohnt wortkarg zum Rechtsstreit von Dyson und Siemens: „Die Vorgänge in Deutschland kann und will ich nicht bewerten.“ In Österreich sei jedenfalls alles paletti, alle gingen fair miteinander um.

„Wissen S´, ich red´ lieber über die eigenen Produkte als über die vom Mitbewerb. Mit der Methode mache ich mehr Geschäft!

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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