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Dysons Argumentation setzt sich bei EuGH durch

12.05.2017

Dyson sieht die Entscheidung des EuGH als „historischen Sieg für die Konsumenten“: Der Europäische Gerichtshof hat am 11. Mai 2017 das bestehende Urteil zum Energielabel von Staubsaugern annulliert.

Großer Saal des Europäischen Gerichtshofs (EuGH): Am 11. Mai 2017 wurde erkannt, dass – Dyson folgend – der Testlauf zur Kennzeichnung der Effizienz von Staubsaugern abgeändert werden müsse.

Der britische Staubsaugerhersteller Dyson erzielte beim Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) einen Etappensieg bezüglich der Kennzeichnung der Effizienz von Staubsaugern.

Zur Vorgeschichte: Die EU verordnete im September 2013, dass alle in der EU verkauften Staubsauger eine Energieverbrauchskennzeichnung brauchen. Verbraucher werden hierbei über die Energieeffizienz und die Reinigungsleistungen von Staubsaugern im Leerzustand informiert.

Die Verordnung sieht freilich keine Tests von Staubsaugern mit vollem Behälter – konkret: mit Staub – vor. Und das, obwohl die IEC (International Electrotechnical Commission) zuvor eine gegenteilige Empfehlung abgab – nämlich „Staub-Tests“ unter realitätsnahen Bedingungen – und auch diverse Konsumenten-Tests auf dieses Verfahren setzen.

Genau hier aber setzte Dyson an – Dyson produziert bekanntermaßen Staubsauger ohne Beutel. Das Unternehmen ist der Meinung, dass der von der Kommission zur Messung der Energieeffizienz von Staubsaugern herangezogene Test seine Produkte gegenüber Staubsaugern mit Beutel benachteilige – eine Klage beim Gericht der Europäischen Union auf Nichtigerklärung der Kommissionsverordnung folgte.

Zuerst wies das Gericht die Klage ab, aber am 11. Mai 2017 hat der EuGH das Urteil – teilweise – aufgehoben: Der Fall wurde zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen.

Das Gericht begründete seine Entscheidung dahingehend, dass für die Berechnung eine Methode mit leeren Behältern gewählt wurde, obwohl tatsächlich die Richtlinie 2010/30 verlangt habe, dass die Methode „normale Nutzungsfaktoren“ widerspiegeln solle.

Die Kommission sei somit verpflichtet gewesen, eine Berechnungsmethode heranzuziehen, die den tatsächlichen Bedingungen des Staubsaugens entspricht. Kurzum: Der Staubsaugerbehälter sollte bei den gegenständlichen Tests – bis zu einem gewissen Grad – gefüllt sein.

Im Zuge der gerichtlichen Untersuchung konnte Dyson darstellen, dass gewisse Produkte des Mitbewerbs, die sonst mit 750 Watt bewertet wurden und somit ein A-Rating erreichten, im Heimgebrauchstest mitunter einen Energieverbrauch von 1600 Watt erzielten (somit wäre ein Energielabel D oder E eher angebracht).

Eine Gedanke am Rande: Die Debatte erinnert an Abgastests bei Autos, die in der Realität deutlich andere Ergebnisse zeigen als bei Rollentests.

Max Conze, CEO von Dyson, erklärte, dass die bisherige Praxis die Konsumenten in die Irre führe. In Wirklichkeit steige der Energieverbrauch bei Staubsaugern anderer Hersteller mit Staub rasant an. Die vorliegende Entscheidung des EuGH betrachtet er als „historischen Sieg für die Konsumenten“.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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