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Dyson: Klage zu Staubsauger-Energielabel gescheitert

12.11.2015

Der britische Staubsauger-Hersteller Dyson ist mit seiner Klage zur Energieverbrauchskennzeichnung von Staubsaugern in der EU gescheitert. Die EU-Richtlinie zum Test mit leeren Schmutzbeuteln sei rechtens, weil es kein zuverlässiges Verfahren zur Prüfung mit vollen Schmutzbeuteln gebe, entschied das Gericht der Europäischen Union in einem in Luxemburg veröffentlichten Urteil. Für Dyson unterstütze der EuGH somit „Testverfahren, die nicht einmal versuchen, realistische Anwendungsbedingungen zu simulieren“.

Das von der EU-Kommission gewählte Testverfahren mit leeren Beuteln ist rechtens, sagt das Gericht.

Dyson produziert Staubsauger ohne Filter. Mit der modernen Technik wird die staubhaltige Luft wie in einer Zentrifuge verwirbelt und die Partikel werden über die Fliehkraft im Schmutzbehälter abgetrennt. Weil der Energieverbrauch dabei in den sogenannten Zyklonsaugern immer gleich bleibt, sieht Dyson in Tests mit leerem Beutel eine Täuschung der Verbraucher: Bei Beutelsaugern könne wegen der erhöhten Saugleistung mit vollerem Filterbeutel der Energiebedarf steigen - von den angegebenen 750 Watt auf bis zu 1.600 Watt.

Das Gericht räumte nun ausdrücklich ein, "dass die Saugleistung und die Energieeffizienz eines Staubsaugers mit vollem Behälter wegen der Staubansammlung geringer sind". Das von der EU-Kommission gewählte Testverfahren mit leeren Beuteln sei aber rechtens, weil es keine Test mit vollen Beuteln gebe, die "zuverlässig, genau und reproduzierbar sind". Selbst Dyson habe solch einen zuverlässigen Test nicht nachweisen können.

Dass Dyson den Kampf um Marktanteile für seine Zyklon-Staubsauger auch über den Energieverbrauch austrägt, hat eine einfache Erklärung: Ab 2017 dürfen EU-weit keine Staubsauger mit einem Verbrauch von mehr als 900 Watt in den Markt gebracht werden.

In einem Statement seitens Dyson heißt es: „Der EuGH unterstützt Testverfahren, die nicht einmal versuchen, realistische Anwendungsbedingungen zu simulieren und deshalb für Verbraucher irreführend sind. Das ist sehr enttäuschend, insbesondere mit Blick auf die Diskussionen der vergangenen Wochen. Die von den Richtern als ‚unzuverlässig‘ angesehene Testmethode mit vollem Staubbeutel wurde von der Normungsorganisation International Electronical Commission bereits vor zehn Jahren entwickelt und wird seitdem von Herstellern ebenso wie von Verbraucherstiftungen weltweit angewandt. Uns ist kein Fall bekannt, in dem die ‚Verlässlichkeit, Wiederholbarkeit und Genauigkeit‘ des Verfahrens angezweifelt worden wären.Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass die von der Kommission entwickelten und nun vom EuGH bestätigten Testverfahren nicht die Interessen der Konsumenten widerspiegeln. Wir werden weiterhin für solche Verfahren kämpfen, die das tun.“

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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