Direkt zum Inhalt
Für die rund 2.500 Unternehmen der österreichische Umwelttechnologie sind mehr als 41.000 Menschen tätig.

DVEK: Regierungsprogramm manifestiert die Wärmewende

18.12.2017

Der Dachverband Energie-Klima begrüßt den Fokus auf erneuerbare Energietechnologien.

Am dritten Advent-Wochenende 2017 wurde von den künftigen Regierungsparteien das Programm für die nächsten fünf Jahre präsentiert. Dazu Gerhard Oswald, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima (DVEK) in der WKÖ: „Die im Rahmen des Regierungsprogramms im Kapitel Standort und Nachhaltigkeit präsentierten Punkte zu Umwelt und Energie sind in weiten Teilen sehr erfreulich.“

Insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz sowie die Tatsache, dass das Thema Wärmewende „endlich einen angemessenen Stellenwert bekommt“, so Oswald, seien „richtige Schritte. Wichtig ist, dass im Rahmen der Transformation des Energiesystems die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt.“

Oswald sieht den Umwelt- und Energieteil des Standortkapitels als klaren Auftrag. „Die Schwerpunktsetzung auf erneuerbare, heimische Energieträger ist der richtige Schritt. So kann die Abhängigkeit von Energieimporten bei gleichzeitiger Wertschöpfung im Inland durch Planung, Produktion, Einbau und Wartung gesenkt werden. Die Unternehmen der Mitglieder des DVEK bieten alle diese Leistungen an.“

Der DVEK begrüßt grundsätzlich auch die Pläne für die integrierte nationale Energie- und Klimastrategie: Eine ambitionierte Energiestrategie werde immer auch positive Auswirkungen auf die Klimabilanz Österreichs haben.

Besonders positiv ist laut DVEK die Erarbeitung einer Wärmestrategie, welche die Nutzung von erneuerbarer Wärme in Wirtschaft, öffentlichem Bereich und für private Haushalte regelt. Positiv bewertet der DVEK daher, dass die Wärmestrategie auch öffentliche Gebäude umfassen soll.

Oswald: „Im Gegensatz zur thermischen Sanierung durch Dämmung können so auch jene Gebäude effizienter werden, die unter eine der vielen Ausnahmen im Bereich der Dämmung fallen.“

Die österreichische Umwelttechnologie ist mit 2.500 Unternehmen (Industrie und Dienstleister), 12,3 Mrd. Umsatz in 2015 und mehr als 41.000 Arbeitsplätzen eine der Vorzeigebranchen in Österreich. Das Ziel der Regierungsparteien, Österreich als Vorreiter auf dem Weltmarkt für moderne Umwelttechnologie zu etablieren bzw. zu erhalten, steht damit unter guten Vorzeichen, braucht aber auch die unter den Stichworten Entbürokratisierung und Schaffung von Strukturen benannten Rahmenbedingungen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung
Werbung