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Drei Dyson-Erfindungen, die es nie auf den Markt geschafft haben

20.06.2014

Dyson-Ingenieure halten ihre Ideen streng geheim. Anlässlich des 21. Geburtstages macht Dyson eine Ausnahme und stellt drei Ideen vor, die es nie bis zur Marktreife geschafft haben.

Vor 21 Jahren und nach 5.127 Prototypen brachte James Dyson den weltweit ersten Zyklon-Staubsauger auf den Markt. Bis heute hat das Unternehmen etwa 4000 Patente für mehr als 500 Erfindungen angemeldet. Doch nicht alle haben es bis zur Markteinführung gebracht.

 

Diesel Trap (X007)

Es geht um Luftverschmutzung: Feine Dieselpartikel haben eine Größe von ungefähr 2,5 Mikron. Die Zyklone in Dyson-Staubsaugern können bis zu 0,5 Mikron kleine Partikel herausfiltern, sodass die Wohnräume sauber bleiben. Im Jahre 1997 begannen die Dyson-Ingenieure zu untersuchen, ob diese Technologie bei Dieselmotoren zur Reinigung der Abgasluft angewendet werden könnte.

 

Die ersten Prototypen basierten auf der Zyklon-Technologie, aber deren Energieverbrauch war zu hoch. Als nächstes hatte man die Idee, Öl zu kondensieren und mit den winzigen Partikeln zu vermischen, um ihren Radius zu vergrößern. Aber die Partikelgröße war inkonsistent, was zu ungenauen Ergebnissen führte. Deswegen konzentrierten sich die Dyson-Ingenieure auf Elektrostatik, sodass das Endprodukt die Partikel mittels elektrischer Entladung ionisiert, sammelt und anschließend in einer sauerstoffreichen Umgebung verbrennt.

 

Dyson Halo (N066)

Im Jahre 2001 begann Dyson mit der Entwicklung einer Augmented-Reality-Brille mit einem binokularen, holographischen Head-up-Display. Es hatte den geheimen Projektnamen N066. Bei dem Produkt handelte es sich um ein Gerät im Handy-Format, das in die Hosentasche passte und wie ein Kommunikationsgerät und PC funktionierte. Es war mit einem Headset ausgestattet, das wie eine Brille getragen werden konnte und durch Audioausgaben und visuelle Signale Informationen über die Umgebung übermittelte.

 

Das Headset:

  • Zwei Planspiegel reflektierten die Displays von zwei kleinen Monitoren, die über den Schläfen des Trägers saßen, auf ein Prisma. Dies erzeugte die Illusion eines projektierten, transluzenten, ca. 25 cm großen Displays etwa einen Meter vor dem Träger. Der Bildschirm zeigte viele Anwendungen an, ähnlich wie bei heutigen Smartphones.
  • Im Prototypenstadium konnte der User verschiedene zentrale Anwendungen sehen und nutzen. Ein virtueller persönlicher Assistent, ähnlich wie Siri, konnte E-Mails vorlesen und einfache Sprachbefehle ausführen.
  • Der Prototyp war mit einem Kreiselkompass ausgestattet. Dadurch war es möglich, virtuelle Objekte in die reale Umgebung einzubetten, wenn man den Kopf bewegte. Es konnte sogar eine Tastatur vor dem User projiziert werden, sodass auf allen möglichen Oberflächen E-Mails geschrieben werden konnten.


Der Computer:

  • Das Headset konnte vom tragbaren Computer abgenommen und an einen herkömmlichen Monitor angeschlossen werden ? genauso wie man heute einen Laptop an einen Fernseher anschließt.


Der Controller:

  • Die Steuereinheit konnte wie eine Armbanduhr am Handgelenk getragen werden. Sie funktionierte so ähnlich wie ein Trackpoint, der in die Mitte einer Tastatur eingelassen ist. Mit dieser Steuereinheit konnte der User den virtuellen Cursor auf dem Display bewegen.
  • Außerdem konnte das gesamte Gerät per Fingerbewegung oder Spracherkennung bedient werden.

 

Nach drei Jahren Forschung und Entwicklung wurde das Projekt auf Eis gelegt. Einige Elemente dieser Technologie werden heute für andere Forschungsprojekte genutzt.

 
Dyson Fuel Cell

Wasserstoff-Brennstoffzellen wandeln die chemische Energie von Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. Brennstoffzellen benötigen eine erhebliche und konstante Wasserstoff- und Sauerstoffzufuhr, produzieren jedoch kontinuierlich Elektrizität, solange diese Elemente vorhanden sind.

 

Drei Jahre lang haben zehn Dyson-Ingenieure versucht, einen Digitalmotor derart umzugestalten, dass er mit dem Herzstück einer Brennstoffzelle gekoppelt werden konnte. Das Ziel war die Steigerung der Leistung bei Verringerung der Größe. Das Ergebnis: Beim Digitalmotor V4HF konnte eine Leistungsdichte von 20 Prozent und eine Effizienzverbesserung festgestellt werden. Die Anlaufzeit war fast dreimal kürzer.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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