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DiTech kehrt zurück: e-tec will Marke kaufen und sie wieder mit Leben füllen

03.06.2014

Der eine Filialist droht zu gehen, ein kürzlich gegangener kehrt jetzt offenbar wieder auf die Branchen-Bühne zurück. Während für Apple-Reseller McWorld/McShark gerade harte Zeiten anbrechen, könnte Pleitier DiTech wie Phönix aus der Asche emporsteigen. Verantwortlich dafür ist e-tec.at.

Wie nämlich das Techno-Portal futurezone aus gewöhnlich gut informierten Kreisen erfahren hat, will der oberösterreichische Elektronikhändler e-tec die DiTech-Konkursmasse samt Marken- und Domainrechte kaufen und DiTech als eigenständige(!) Firma wieder zum Leben erwecken. Bestätigt hat diese Pläne zwischenzeitlich auch e-tec-Chef Bert Kuhn.

 

Unter Dach und Fach ist der Deal freilich noch nicht. Zwar habe ein zweiter Mitbieter - laut futurezone - bereits angekündigt, sein Gebot zurückziehen zu wollen, solange das Konkursgericht den Kauf aber nicht absegnet ist – eh klar – gar nix fix. Sollte der Kauf allerdings durchgehen, so hat Kuhn angekündigt, DiTech wieder als eigenständige Marke auferstehen zu lassen. Wohl wissend, dass der Name DiTech in den vergangenen Monaten doch erheblichen Schaden davongetragen hat. "Natürlich ist die Marke durch die Vorkommnisse beschädigt worden. Gleichzeitig besitzt sie einen hohen Bekanntheitsgrad und auch das dahinter liegende Konzept war ja vom Grundsatz her sinnvoll und richtig", so Kuhn zur futurezone.

 

Bereits jetzt betreibt e-tec.at 15 Filialen in ganz Österreich mit schreibt einen Umsatz von rund 55 Mio. Euro. Mit DiTech will Kuhn vor allem sein Retail-Geschäft stärken und mit der Zwei-Marken-Strategie Synergieeffekte nutzen, heißt es. Genauer in die Karten blicken will sich Kuhn aber erst lassen, wenn der Deal in trockenen Tüchern ist. Nicht bestätigen wollte Kuhn übrigens den kolportierten Kaufpreis von 1,4 Mio. Euro.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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