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Digitalradio: Jetzt wirdʼs konkret

21.03.2017

Der Verband Österreichischer Privatsender und der Verein Digitalradio Österreich vernetzen am 28. März 2017 Senderbetreiber und Programmanbieter, da die Ausschreibung des Sendernetzes nur noch bis 12. Juni 2017 läuft.

Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands der Österreichischen Privatsender (VÖP): „Wir unterstützen die Einführung von DAB+ in Österreich, da es eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Markts ist.“

Der Verein Digitalradio Österreich und der Verband der Österreichischen Privatsender (VÖP) veranstalten am 28. März 2017 einen gemeinsamen Fachtag, an dem potenzielle Plattformbetreiber („Multiplexanbieter“) für DAB+ Sendernetze ihre Konzepte vor interessierten Rundfunkveranstaltern vorstellen werden.

Ernst Swoboda, Vorstandsvorsitzender des Verbands Österreichischer Privatsender, sagt: „Für Radioveranstalter ist es von zentraler Bedeutung, ihre Programme über alle technischen Plattformen anbieten zu können. Neben dem derzeitigen Hörfunkstandard UKW ist DAB+ eine wichtige Weiterentwicklung des Hörfunks, die voraussichtlich ab 2018 in Österreich zur Verfügung stehen wird.“

Wolfgang Struber, Obmann des Vereins Digitalradio Österreich, ergänzt: „Die Ausschreibung für die Sendernetze läuft bis zum 12. Juni und schreibt vor, dass Multiplexbetreiber ein vertraglich abgesichertes Programmensemble mit an Bord haben müssen. Unsere Veranstaltung dient als Plattform, um Radioveranstalter und potenzielle Senderbetreiber zu vernetzen.“

Die VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm wiederum sieht die Einführung von DAB+ in Österreich als eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Marktes. Drumm: „Neben UKW, das den derzeitigen Radioverbreitungsweg darstellt, entstehen in der digitalen Welt zunehmend neue Möglichkeiten, mit den Hörern in Kontakt zu kommen. DAB+ sehen wir da als wichtigen neuen Weg.“

Die Geräteindustrie und der Handel bieten bereits heute ein breites Portfolio von DAB+ Radios in jeder Preisklasse an. Der Autosalon in Genf zeigte, dass auch Fahrzeughersteller in den neuen Modellen DAB+ mitunter bereits in der Standardausstattung vorsehen.

In vielen europäischen Ländern ist der Aufbau von terrestrischem Digitalradio im Standard DAB+ bereits voll im Gange und mitunter weit fortgeschritten. Terrestrischer Hörfunk stellt gewissermaßen die mediale Grundversorgung der Bevölkerung sicher.

In Österreich wurden in den letzten Jahren viele Diskussionen zur Einführung von DAB+ geführt. Die Kommunikationsbehörde Austria hat die Investition in ein zusätzliches terrestrisches Rundfunksystem für sinnvoll befunden und daher am 31. Jänner 2017 die Ausschreibung eines nationalen Sendernetz-Plattformbetriebes und zusätzlicher regionaler/lokaler Sendegebiete gestartet.

Die Abgabefrist dieser Ausschreibung endet am 12. Juni 2017.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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