Direkt zum Inhalt

Die zehn häufigsten Missverständnisse zum Thema Photovoltaik

21.09.2009

Am 23. September soll nämlich die Novelle des neuen Ökostromgesetzes beschlossen werden. Deshalb hat der Bundesverband Photovoltaik schon mal die zehn wichtigsten Missverständnisse zum Thema PV herausgearbeitet. Die Erklärungen gibt's auch gleich dazu.

Missverständnis Nr. 1:
Photovoltaik (PV) ist noch zu teuer
Der Erzeugerpreis von einer Kilowattstunde Sonnenstrom liegt derzeit zwar noch zwischen 30 bis 45 Cent. PV-Strom ist aber Spitzenstrom, der zu Mittag anfällt. Zu diesem Zeitpunkt kann "Normalstrom" an der Börse bis zu 2 Euro und darüber kosten und PV-Strom ist extrem billig. PV-Strom war in den letzten Jahren dramatisch degressiv, wurde also billiger.
Würde man die aktuellen Erzeugungskosten als Argument gegen die PV verwenden, so ist zu bedenken, dass andere Halbleitertechniken wie Computer, Handys, Digitalkameras, Flatscreens usw. keine Entwicklung zu erschwinglichen Alltagsgegenständen hätten nehmen können.

Missverständnis Nr. 2:
Photovoltaik braucht noch zehn Jahre bis zur sogenannten Marktfähigkeit
PV-Strom konkurriert nicht zwangsweise mit dem Strompreis, der an der Börse für die Stromversorger gehandelt wird, sondern mit dem Endverbraucherpreis, der derzeit zwischen 16 und 20 Cent liegt. PV-Strom kann direkt vom Endverbraucher genutzt werden. Je nach Entwicklung der Degression der PV-Kosten und des Anstiegs der Endverbraucherpreises kann in Mitteleuropa bereits um das Jahr 2015 (plus-minus ein Jahr) die sogenannte "Preisparität" erwatet werden, also die Preisgleichheit zwischen PV-Strom und von den Energieversorgern gelieferten Strom.

Missverständnis Nr. 3:
Die Einführung der Photovoltaik belaste den Steuerzahler ungebührlich
Die Folgekosten für die Implementierung der PV in das Stromsystem über die Tarifförderung können auf den Endverbraucher umgelegt werden. Derzeit sind im Gesetz 2,1 Millionen Euro pro Jahr dafür vorgesehen. Dies ergibt pro Haushalt und Monat ungefähr vier Cent, die durch eine marginale Veränderung des Verbraucherverhaltens (Stromsparen) vielfach kompensiert werden kann. Außerdem ist zu bedenken, dass bei einem Anstieg des Ölpreises (die Internationale Energieagentur in Paris spricht von über 200 Dollar im Jahre 2013) "Normalstrom" dramatisch ansteigen wird, während PV-Strom preisstabil bleiben wird.

Missverständnis Nr. 4:
Photovoltaik ist nur in südlichen Ländern effizient
Bereits heuer produziert das deutsche Bundesland Bayern deutlich mehr als 2 Prozent seines Stroms aus Photovoltaik (in Österreich sind es magere 0,4 Promille) und Bayern liegt mit Sicherheit nicht in der Sahara. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Jetzt noch im alten Jahr 2017 mit einer Weiterbildung der OVEakademie durchstarten.
Branche
07.11.2017

Das alte Jahr 2017 soll mit der besten Absicht zur Weiterbildung ausklingen.

Photovoltaik ist das Zugpferd für alle erneuerbaren Energien – zu diesem Ergebnis kommt die Internationale Energieagentur IEA in einem aktuellen Bericht.
E-Technik
03.11.2017

The smarter E und ihre Messen, Konferenzen, Foren sowie Workshops richten sich an alle Bereiche der Energiewertschöpfungskette.

Solar-Log Dashboard + Solar-Log 1200
E-Technik
08.08.2017

Effizienz kontinuierlich steigern: Der PV Warmwasserbereiter AC ELWA-E von my-PV ist ab sofort mit Solar-Log der SDS koppelbar.

Der Modulhersteller GCL kooperiert mit IBC Solar: GCL wird von Bloomberg Energy Finance als Tier-1-Hersteller eingestuft und zählt neben sechs weiteren Unternehmen zur Silicon Module Super League.
E-Technik
27.07.2017

Einer der weltweit größten Modulhersteller liefert noch in diesem Jahr 60 Megawatt polykristalline Solarmodule an das Systemhaus aus Oberfranken.

Der Referenz-Solarpark in Magyarbóly wurde mit Fronius Eco Wechselrichtern ausgestattet und dient als besonderes Vorzeigebeispiel für die ungarischen PV-Spezialisten von Solar-Pécs.
E-Technik
21.07.2017

Fronius Solar Energy ist seit 1. Juni 2017 auch in Ungarn präsent – zudem feiert Fronius in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Werbung