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Die Reinkarnation der Nespresso-Kapsel: Kunterbuntes Recycling in Pfaffenhofen

13.06.2013

Was passiert mit einer Nespresso-Kapsel nach dem Kaffee-Genuss? Wenn sie das Glück hatte, bei einem umweltbewussten Genussmenschen gelandet zu sein, wird sie vermutlich den Weg zurück in eine der rund 1200 Nespresso-Sammelstellen in Österreich finden. Von dort tritt sie die Reise nach Pfaffenhofen zur Höpperger GmbH & Co. KG an.
 

Aus einer LKW-Ladung, die im Recycling-Werk ankommen, werden 3.500 Normkubikmeter Methan gewonnen. Das bedeutet, dass daraus rund 10.000 kWH Strom oder 20.000 kWh Wärme produziert werden können. Oder anders gesagt. „Wenn ich eine Tasse Kaffee herunterlasse habe ich schon Energie für den nächsten Kaffee“, erläutert Geschäftsführer Harald Höpperger.

 
Aus Kaffeesud wird Biogas

Nespresso hat die Tiroler Firma im August vergangenen Jahres mit dem Recycling der Kapseln beauftragt – aus gutem Grund. Während bis zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Recyclingfirma das Aluminium zwar wiedergewonnen, aber der Kaffeesud aus Mangel an technischen Möglichkeiten verbrannt wurde, hat das Unternehmen Höpperger einen umweltfreundlicheren Prozess entwickelt: Der Kaffee wird vollständig zu Biogas umgewandelt und als Strom oder Treibstoff genutzt. Das Aluminium wird freilich nach wie vor wiederverwertet.

Seit Herbst zehn Prozent mehr Sammelstellen

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Nespresso gesetzlich nicht dazu verpflichtet ist, seine Kapseln in einem Wiederverwertungssystem zuzuführen. Der Kapselkaiser hat sich eine solche aber im Zuge seines Nachhaltigkeitsprogrammes Ecolaboration auf die Fahnen geheftet.

Seit Herbst sind in Österreich zehn Prozent mehr Sammelstellen hinzugekommen, das Kapazitätsvermögen, alle Kapseln zu recyceln, liegt derzeit bei 84 Prozent. Wie die Rücklaufquote tatsächlich ist, gibt der Konzern nicht bekannt. Harald Höpperger dazu: „Es zahlt sich auf jeden Fall für mein Unternehmen aus.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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