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Die Regierung hat gesprochen: Digitale Dividende geht an die Mobilfunker

27.04.2010

Ziemlich klar ist die Entscheidung der österreichischen Bundesregierung, die "Digitale Dividende" zum Großteil künftig zur mobilen Breitbandversorgung zu verwenden. Die „Digitale Dividende“ bezeichnet jene Frequenzen, die durch die Abschaltung des analogen TV-Signals freigeworden sind.

Den aktuellen Informationen zufolge soll der obere Bereich des Spektrums, der das Frequenzband 790 bis 862 Megahertz umfasst, neu vergeben werden. Diese Frequenzen zeichnen sich durch besonders günstige Ausbreitungseigenschaften aus, was sie für die Mobilfunker attraktiv macht. Die Frequenzbereiche von 470 bis 790 Megahertz bleiben laut Infrastrukturministerin Doris Bures der Nutzung durch Rundfunkunternehmen vorbehalten.

 

Zur Bewertung der Nutzung der Digitalen Dividende hatte die Bundesregierung eine Studie in Auftrag gegeben. Diese zeigt, dass der Nutzen für die Bevölkerung und die Unternehmen in Österreich besonders hoch sei, wenn das Frequenzband vollständig für den Breitband-Mobilfunk und hier insbesondere zur flächendeckenden Versorgung ländlicher Räume verwendet wird.

 

Mobilfunkunternehmen und TV-Anstalten hatten sich in der Vergangenheit eine hitzige Diskussion über die weitere Nutzung der Frequenzen geliefert. Geklärt ist auch nicht, wer bei eventuellen Bildausfällen zahlen muss.

Die Versteigerung der Frequenzen könnte jetzt bereits Ende 2011 erfolgen. In Deutschland läuft die Versteigerung bereits: Für die 800-Megahertz-Frequenzen werden derzeit rund 1,4 Mrd. Euro geboten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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