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Die Österreicher sind brave Sammler: Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle zieht Bilanz

22.09.2010

Die Österreicher sind Vorreiter in Sachen Altstoffsammlung. Vor mittlerweile 5 Jahren wurde das Projekt der Elektroaltgeräte-Verordnung gestartet. Die Erfolge können sich sehen lassen. So wurden im vergangenen Jahr 9,3 Kilogramm Elektroaltgeräte pro Kopf und Nase gesammelt. Die EU schreibt hier 4 Kilo vor. Was die 0:1-Regelung für die Elektroaltgeräte betrifft (Elektrojournal 9/2010 berichtete), kann Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik vorerst Entwarnung geben.

„Wir haben in Österreich das dichteste Sammelnetz in Europa, meint Roland Ferth vom Lebensministerium. Bis Ende des Jahres wurden hierzulande an die 350.000 Tonnen Altgeräte gesammelt. "190.000 Tonnen davon kann man wieder zurückgewinnen, was 180.000 Tonnen CO2-Äquivalenz entspricht.  Das entspricht so viel wie wenn alle in Österreich zugelassenen KFZ von Wien nach Innsbruck fahren würden," erklärt Ferth.

 

Gute Stimmung bei Krejcik

Auch Wolfgang Krejcik ist positiver Dinge: „Als Skeptiker hatte ich vor 5 Jahren große Sorge, dass die Geräte teurer werden und die Händler folglich darauf sitzen bleiben. Gottseidank ist das nicht eingetreten.“ Als positiv empfindet Krejcik, die Wirtschaft einen wertvollen Beitrag geleistet und zur Zufriedenheit aller gehandelt hat. "Die Händler sind zufrieden, weil sie ihre Geräte anbringen, die Partner und auch die Konsumenten, weil die Kosten nicht auf die Geräte aufgeschlagen werden." Der Elektrohandel gehe grundsätzlich mit äußerstem Optimismus in die Zukunft, da man im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung von 5 Prozent erreichen konnte. Dafür seien mehrere Faktoren verantwortlich: „Zum einen geht dieses Jahr die Lebensdauer von bis zu 2,5 Millionen alter Fernsehgeräte zu Ende und die Leute brauchen ein neues Gerät, " so Krejcik. Der 2. Motor sei die Trennungsprämie. Und: „Sie merken auch den Optimismus in der Branche durch steigende Neueröffnungen."

 

Was die 0:1-Regelung betrifft

Wie in Elektrojournal auf Seite 8, Ausgabe 9/2010 berichtet, hatte Krejcik angekündigt, mit dem EU-Abgeordneten Florenz ein Gespräch führen zu wollen, bei dem es sich um die 0:1-Regelung ging. Auf Anfrage von Elektrojournal Online, wie denn nun das Gespräch verlaufen sei, meint Krejcik: „Der Herr Abgeordnete Florenz hat zurückgerudert; von daher sehe ich die Sache entspannter. Es soll auch nicht um die Geräte mit einer Kantenlänge von bis zu 50 Zentimeter gehen, sondern bis zu 20 Zentimeter; aber auch hier wird noch weiter diskutiert.“ Die Gespräche werden sich seiner Meinung nach hinziehen und er gibt sich optimistisch, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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