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Die IFA im Zeichen der Vernetzung: "Smart Home" als Zukunft?

25.08.2014

Das "smarte" Zuhause, in dem alle elektronischen Geräte miteinander vernetzt sind und kommunizieren können, steht auf der diesjährigen IFA so sehr im Rampenlicht wie nie. Die lange gehegte Idee des vernetzten Heims ist nach Einschätzung der Branche in der Realität angekommen. Inzwischen gebe es 50 Mio. vernetzbarer Geräte aus der Unterhaltungselektronik, so der deutsche Branchenverband gfu.

Das sogenannte Internet der Dinge gilt in der Branche als der nächste große Trend. Technologien für das vernetzte Zuhause sollen neue Services und Dienste ermöglichen, die etwa beim Energiesparen mit Haushaltsgeräten oder Heizungen helfen sollen. Sie sollen dem Nutzer aber auch neue Möglichkeiten eröffnen, zum Beispiel einen auf dem Fernseher angespielten Film auf einem Tablet oder Zweitgerät unterbrechungsfrei weiterzuschauen. Oder die Waschmaschine meldet sich, wenn der Waschvorgang beendet ist.

Bei den meisten Lösungen kommt dem Smartphone oder Tablet eine zentrale Rolle zu. Meist können die neuartigen Anwendungen über eine App vom Nutzer gesteuert werden. Für die reibungslose Kommunikation seien vor allem übergreifende Standards wichtig, betont Kamp. Vielfach treiben auch heute noch die großen Hersteller ihre eigenen Lösungen voran. "Entscheidend sind aber offene Standards", sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsmitglied des Branchenverbandes gfu. "Dessen ist sich jeder bewusst."

In der Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Bemühungen, branchenübergreifende Plattformen zu etablieren, bisher aber mit mäßigem Erfolg. In der Regel setzen die einzelnen Unternehmen häufig auf eigene Lösungen.

"Übergreifende Vernetzungsstandards sind nicht zwingend das Allheilmittel im Bereich Smart Home", sagt Hans Wienands, Vorstandsvorsitzender im deutschen Fachverband Consumer Electronics des Branchenverbands ZVEI. Es gehe auch mit heute bereits verfügbaren Standards. Eine einheitliche Plattform, für die man unter Umständen die Wände zu Hause aufstemmen müsse, sei nicht "marktentscheidend". Es gebe eine Vielfalt von Lösungen, die auf vorhandenen Geräten und Applikationen basieren, "die konkreten Mehrwert bringen und richtig Spaß machen".

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