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Die Identität im Premiumsegment: Trendforscher über die Zukunft des Stationär-Handels

15.01.2014

Über die Zukunft des stationären Handels zerbrachen sich die Trendforscher vom "2b ahead ThinkTank" den Kopf. Sie glauben nicht an eine Emotionalisierung der Läden, auch nicht an das oft genannte Event-Shopping. Vielmehr gehe es um Identität – vor allem im Premiumsegment.   

Im Premiumsegment wünschen sich Kunden nicht das schnellste, kostengünstigste oder rationalste Kaufergebnis, auch nicht das emotionalste, meinen die Forscher. Nein, stattdessen würden sie durch den Verkaufsort und die gekauften Produkte ihre Identität ausdrücken wollen. Dementsprechend empfiehlt die Studie das sogetaufte "Identitätsmanagement" als Strategie.

Was heißt das? „Filialen sollen konsequent zu Ereignis-Orten werden. Dies bedeutet nicht permanente Party und Konzerte, sondern das Schaffen eines Ortes, mit dem die Kunden ihrem eigenen Ego sowie ihren Communities beweisen könnten, dass sie zu einer bestimmten Identität zugehörig sind.“ Handelsmarken sollen in dieser Strategie zu Coaches werden und Verkäufer zu Identitätsmanagern.

Sinnvoll sei es außerdem am „Economysegment“ festzuhalten. Hinter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes als die Verschmelzung des stationären Ladens mit digitalen Geräten und den Logiken des eCommerce. Die zentrale Rolle spiele dabei das mit eigenen Angeboten zu besetzende Handydisplay der Kunden.

Die Basis der Trendstudie bilden qualitative Experteninterviews. Die Experten wurden mit 25 internationalen Pilotprojekten konfrontiert. Diese wurden beschrieben, bewertet und in 15 wesentliche Strategieempfehlungen zusammengefasst. Diese Empfehlungen benennen konkrete Schritte, die etablierte stationäre Händler in den kommenden Jahren gehen, um ihre Geschäftsmodelle der Zukunft aufzubauen.

Der "2b ahead ThinkTank“ bietet hier Studie unter der Angabe von persönlichen Daten kostenlos an.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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