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Die Sieger (v.l.): Joschka Müller, Julia Schüll und Adrian Winkel.

Die Bergschuhe machten das Rennen: Internationaler Verkaufschampion kommt aus Bayern

15.11.2018

Wenn die besten Nachwuchsverkäufer aus dem deutschsprachigen Raum gegeneinander antreten, geht’s rund im WIFI Salzburg. Hart umkämpft was das Finale des „Junior Sales Champion International“.

Niemand wollte sich die 16. Auflage des internationalen Wettbewerbs für Einzelhandelslehrlinge entgehen lassen – rund 400 Zuschauer unterstützten die elf Finalisten aus Österreich, Bayern, der Schweiz und Südtirol. Sie mussten in Verkaufsgesprächen mit einem Testkunden ihr Fachwissen unter Beweis stellen und mit guten Argumenten Produkte an den Mann bzw. Frau bringen. „Ganz wichtig ist es, authentisch zu sein. Die Teilnehmer müssen das Publikum ausblenden und so rüberkommen wie im Geschäft“, empfahl Vorjahressiegerin Julia Grabner, die diesmal die Jury verstärkte.

Entscheidende Kriterien für die Expertenjury waren auch die Warenpräsentation und das Auftreten der Kandidaten. Der Umgang mit einer überraschend eintreffenden englischsprachigen Kundin wurde ebenfalls berücksichtigt. „Das wichtigste ist das Eingehen auf die Kunden und ihre Wünsche“, erklärt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ. „Die Finalteilnehmer haben eine große Karriere vor sich. Einige von ihnen werden bald selbstständige Händler oder Marktleiter sein“, meinte Buchmüller.   

Platz zwei für Österreich

Für Österreich gingen Adrian Winkel, die Steirerin Simone Andrich und Lokalmatador Stefan Ronacher ins Rennen. Winkel landete nach seinem Sieg im Österreichfinale diesmal auf Rang zwei. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und wäre nach meinem Auftritt am liebsten nach Hause gefahren, weil ich geglaubt habe, dass es nicht gut gelaufen ist“, so der überglückliche Vorarlberger.

Siegerin des Lehrlingswettbewerbs wurde Julia Schüll aus Bayern. Sie arbeitet bei Intersport Kohlschmid und verkaufte mit viel Fachwissen und Herzblut Bergschuhe. „Für mich ist dieser erste Platz eine große Ehre. Ich hoffe, dass ich für die, die nachrücken, ein Vorbild bin und ihnen auch ein paar Tipps geben kann“, meinte die strahlende Gewinnerin, die mit ihrem Verkaufsgespräch sehr zufrieden war: „Alles hat so geklappt wie wir es geübt haben. Ich bin mit einem guten Gefühl von der Bühne gegangen.“

Platz drei ging an Schülls Landsmann Joschka Müller. Er absolviert eine Lehre bei Aldi Süd und verkaufte dem Testkunden erfolgreich ein Haarpflegeprodukt. „Ich habe bewiesen, dass auch Leute, die bei einem Discounter arbeiten, fähig sind, mit Kunden umzugehen und freundlich zu sein“, freute sich Müller.

WKS-Präsident Konrad Steindl war von den Leistungen der Lehrlinge angetan: „Für mich sind alle Sieger, die sich für dieses Finale qualifiziert haben. Sie haben ihre Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Der „Junior Sales Champion“ sei eine hervorragende Plattform, um sich auf internationaler Ebene zu messen. „Außerdem tragen Veranstaltungen wie diese dazu bei, das Image der dualen Berufsausbildung zu verbessern“, meinte Steindl.

Tolle Preise, ausgezeichnete Leistungen

Die elf Lehrlinge und Lehrabsolventen, die beim Finale mit dabei waren, haben nicht nur an Erfahrung gewonnen. Sie wurden für ihre Leistungen auch mit attraktiven Preisen belohnt. Neben Pokalen und Urkunden erhielten die Teilnehmer Beauty-Produkte der Drogeriemarktkette dm sowie Rucksäcke gefüllt mit Bio-Nahrungsmitteln Energy-Drinks und WIFI-Give-aways.

Siegerin Schüll durfte sich außerdem über 1.000 Euro freuen. Der zweitplatzierte Adrian Winkel erhielt 600 Euro, der dritte Platz von Joschka Müller wurde mit 400 Euro belohnt.

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