Direkt zum Inhalt

Die ARA schießt zurück: Übernahmeangebot der Reclay Gruppe ist „skurril“

31.07.2012

Die ARA kontert: Wie auf Elektrojournal Online berichtet, spielen die Reclay Gruppe und Tochter Reclay UFH mit dem Gedanken, die ARA zu übernehmen. Für den ARA-Aufsichtsratsvorsitzenden Alfred Berger ist eine Übernahme „skurril“, „vollkommen ausgeschlossen“ und „gar nicht möglich“. Die Vorwürfe, die ARA würde als Non-Profit-Unternehmen 74 Millionen Euro horten, weist er zurück.

„Entpflichtungssysteme, die nicht im Einflussbereich der verpflichteten Wirtschaft stehen, verfolgen völlig andere Interessen, nämlich möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Das ist zwar grundsätzlich legitim, aber nicht zu unseren Lasten. Die ARA ist eine Non-Profit-Organisation und zielt im Auftrag ihrer Eigentümer hingegen darauf ab, Sammlung und Verwertung zu geringstmöglichen Kosten für Wirtschaft und Konsumenten zu realisieren!", polter Berger in Richtung UFH Reclay.

"Übernahme skurril"

Er hält die Übernahme-Idee des Rivalen für „skurril“, um so gegen die Vormachtstellung der ARA und für mehr Wettbewerb einzutreten. "Durch eine Übernahme gäbe es ja einen Anbieter weniger und somit weniger Wettbewerb.“ Außerdem stehe die ARA im Eigentum von mehr als 200 Unternehmen in Österreich und sei „wichtigste Partner der Wirtschaft“ in Sachen Verpackungsverordnung „Das ist ein weiterer Grund, warum für uns eine Übernahme vollkommen ausgeschlossen ist." Reclay UFH überlegte die Übernahme, falls die ARA den geplanten Eintritt der Gruppe in das Segment des Haushaltsverpackungs-Recycling und eine entsprechende Marktöffnung blockiert.

"Führen Überschüsse zurück"

Den Vorwurf, die ARA sitze auf 74 Millionen Euro, die sie als Non-Profit-Unternehmen eigentlich rückführen müsse, will er nicht stehen lassen. "Die ARA gibt als Non-Profit-Unternehmen ungeplante Überschüsse über Tarifreduktionen an die Lizenzpartner zurück. Seit Anfang 2011 wurden die ARA-Lizenztarife um bis zu 44  Prozent gesenkt. Dafür sorgen wir als Eigentümer schon in eigenem Interesse und im Interesse unserer Kunden. Diese Art der Rückführung von ungeplanten Überschüssen macht die ARA nun seit bald 20 Jahren so und nicht erst, seit es Mitbewerber gibt."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Branche
27.03.2020

Da alle Österreicherinnen und Österreicher nun vermehrt Zeit zuhause verbringen, steigt auch der Batterienverbrauch in den Haushalten. Das UFH erinnert noch einmal daran, wie wichtig eine ...

In Batterien stecken wertvolle Rohstoffe...
Branche
17.02.2020

Am 18. Februar ist „Tag der Batterie“: Das UFH ruft die Konsumenten zur umweltgerechten Entsorgung von Altbatterien auf: Immerhin stecken in den Batterien wertvolle Rohstoffe, aber auch giftige ...

Branche
21.01.2020

Vor zwei Jahren gründete die UFH „Secontrade“, eine Online-Handelsplattform für Sekundärrohstoffe, auf Initiative der UFH Holding. Seither wurden über 18.500 Tonnen an wertvollen Rohstoffe, die ...

Branche
15.10.2014

Das UFH hat gemeinsam mit dem Jane Goodall Institut-Austria (JGI-Austria) eine Handy-Sammelaktion an Österreichs Schulen ins Leben gerufen, um die wertvollen Bestandteile ausgedienter ...

Hausgeräte
09.09.2014

Am Ende hat der Preis doch gestimmt: Wie Elektrojournal Online berichtete, hat der schwedische Konzern Electrolux ein Auge auf die Hausgeräte-Sparte von General Electric geworfen. Für 23, ...

Werbung