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In Deutschland ist man mit der konjunkturellen Lage im E-Handwerk sehr zufrieden.

Deutschland: Konjunkturelles Hoch im Elektro-Handwerk

27.10.2016

Das deutsche Elektro-Handwerk blickt positiv in die Zukunft. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. 

 Die konjunkturelle Stimmung in den E-Handwerken bleibt weiterhin deutschlandweit überaus gut. Das belegt die aktuelle Herbstumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), durchgeführt vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen.

Gegenwärtige Geschäftslage

95,8 Prozent der befragten E-Handwerksunternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage positiv. Rund zwei Drittel von ihnen sehen die Lage als „gut“ an, die übrigen als „befriedigend“. Der Vergleichswert vom Herbst 2015 (94,7 Prozent positiv) wurde damit ein weiteres Mal gesteigert. Wie schon in den Vorjahren ist die Zufriedenheit in den östlichen Bundesländern noch ausgeprägter als im Westen: Während in den neuen Bundesländern 70,7 Prozent mit „gut“ votierten, waren dies in den alten Ländern 62,1 Prozent. Die positive Grundstimmung hat auch Auswirkungen auf den bundesweiten Geschäftsklimaindex der E-Handwerke: Mit 80,0 Punkten auf einer Skala von null bis hundert wird ein neuer Rekordwert erreicht.

Betriebliche Auslastung

Festzustellen ist auch ein Trend zur längerfristigen Auslastung. 34,7 Prozent der Betriebe können auf volle Auftragsbücher für mindestens die nächsten beiden Monate verweisen, fast die Hälfte davon sogar über vier Monate. Weitere 25,9 Prozent sind für die nächsten ein bis zwei Monate ausgelastet. Lediglich 17,3 Prozent haben einen eher kurzen Auftragsbestand von zwei Wochen.

Umsatzbringer und Auftraggeber

Den überwiegenden Teil ihres Umsatzes machen die Betriebe mit Projekten in der Energie- und Gebäudetechnik. Deren Anteil liegt bei 67,5 Prozent. Dahinter folgen mit vergleichsweise großem Abstand die Informations- und Telekommunikationstechnik (11,2 Prozent) sowie die Automatisierungstechnik (5,8 Prozent). Die meisten Aufträge erhalten die E-Handwerksbetriebe diesmal von privaten Auftraggebern (37,4 Prozent). Sie haben knapp die gewerbliche Wirtschaft (36,5 Prozent) überholt. Einen deutlich geringeren Anteil am Umsatz haben die öffentlichen Auftraggeber (14,1 Prozent) und Wohnungsbaugesellschaften (12 Prozent).

Beschäftigtenzahl und Betriebsgrößen

Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen sechs Monaten in jedem vierten Betrieb gestiegen. Lediglich in 14,4 Prozent der Betriebe war im selben Zeitraum ein Rückgang der Angestellten zu verzeichnen. Fachkräfte werden weiter gesucht: In 44 Prozent der E-handwerklichen Unternehmen gibt es offene Stellen. Bei den Betriebsgrößen dominieren Firmen mit fünf bis neun Beschäftigten (28,7 Prozent), gefolgt von Kleinbetrieben mit bis zu vier Mitarbeitern (26,3 Prozent). Zehn bis 19 Angestellte werden von 24,9 Prozent der Unternehmen beschäftigt, während große E-Handwerksbetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern einen Anteil von 20,1 Prozent ausmachen. Insgesamt sind damit grob betrachtet Betriebe in allen Größenklassen ähnlich präsent am Markt.

Zukünftige Erwartungen

Die insgesamt gute konjunkturelle Lage hat auch Einfluss auf die Erwartungen für das nächste halbe Jahr: 17,8 Prozent der Betriebe gehen davon aus, dass sich die geschäftliche Situation noch verbessern wird, der überwiegende Teil (76,2 Prozent) stellt sich auf eine gleichbleibende Entwicklung ein. Lediglich sechs Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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