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Deutsche Ökostrom-Umlage steigt erneut

14.10.2016

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt die deutsche Ökostrom-Umlage erneut. Mit 6,88 Cent pro Kilowattstunde müssen Verbraucher gut einen halben Cent mehr pro Kilowattstunde zahlen.

Seit 2000 finanziert die Umlage den Ausbau der erneuerbaren Energie. Übertragungsnetzbetreiber sind verpflichtet den Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur abzunehmen, sondern auch zu festen Preisen zu vergüten. Die Netzbetreiber verkaufen den Strom an der Börse. Die Differenz zwischen den Vergütungssätzen und dem Börsenpreis soll durch die Umlage ausgeglichen werden. Ausnahmen gibt es nur für Branchen welche besonders viel Strom verbrauchen. Sie bekommen auf Antrag einen Rabatt, um keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber der internationalen Konkurrenz zu haben. Privatkunden können jedoch keinen Rabatt erhalten.
Für 2017 wird die Förderung für Ökostrom jedoch komplett umgestellt. Künftig wird es keine gesetzlich festgelegte Vergütung für Ökostrom mehr geben. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben und wer am wenigsten Subventionen per Kilowattstunde verlangt erhält den Zuschlag.

Bei der Einführung vor 16 Jahren betrug die Umlage 0,19 Cent pro Kilowattstunde. Von Jahr zu Jahr wurde sie erhöht und beträgt mittlerweile mehr als das 33fache. Lediglich 2015 wurde die Umlage gesenkt.

„Die EEG-Umlage wächst in diesem Jahr fast viereinhalb Mal so stark wie die Wirtschaft. Das jetzige Fördersystem läuft aus dem Ruder“, meint Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Festgelegt wird Umlage von den Betreibern der Stromübertragungsnetze in Deutschland. Sie erstellen jedes Jahr eine Prognose wie viel im nächsten Jahr an die Erzeuger von Ökostrom gezahlt werden muss. Die Bundesnetzagentur kontrolliert das Ergebnis.

Insgesamt fallen 20,4 Prozent des Strompreises auf das Entgelt für die Netznutzung. Staatlich vorgeschriebene Abgaben und Umlagen machen circa 28,5 Prozent aus. Davon ist die EEG-Umlage mit 21,2 Prozent der größte Posten. Neben 2,3 Prozent für die Messung und Abrechnung des Stromverbrauchs kommen noch Mehrwertsteuer und Stromsteuer dazu.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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