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Der ZVEI schwelgt in Wachstums-Euphorie: Schwung trägt bis ins Jahr 2008

06.08.2007

Ein Wachstum von drei Prozent wird so für heuer bei UE und Weißware erwartet. Ganze sechs Prozent dürfte die Elektrotechnik- und Elektronik-Industrie zulegen.

Auch wenn der deutsche Markt bei Unterhaltungselektronik und Hausgeräten zu Jahresbeginn stagnierte, ist Optimismus angesagt: Die Ursache für den kurzzeitigen Stillstand sieht der ZVEI in der Sonderkonjunktur bei Consumer Electronics durch die Fußball-WM 2006 und bei Hausgeräten in Vorzieheffekten wegen der Mehrwertsteuererhöhung. Für 2007 erwartet der Verband ein Wachstum von jeweils drei Prozent bis zum Jahresende.

Insgesamt würden die Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie das Jahr 2007 wahrscheinlich mit einem Umsatzwachstum von mindestens sechs Prozent auf gut 190 Mrd. Euro abschließen. Damit hebt der ZVEI seine erste Prognose aus dem Frühjahr dezent an. Auch den Abschluss des Vorjahres revidierte der Verband der zweitgrößten Industriebranche nachträglich nach oben. Vorläufigen Daten zufolge war man im Frühjahr für 2006 von 7,5 Prozent Umsatzwachstum ausgegangen. Tatsächlich lag der Gesamtumsatz bei 180 Mrd. Euro (+8,5 Prozent).

Mehr Wachstum braucht mehr Fachkräfte

"Die aktuellen Daten bestätigen das derzeit positive Geschäftsklima", so Gotthard Graß, Hauptgeschäftsführer des ZVEI. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Elektroindustrie im Jahr 2008 erneut um fünf Prozent wachsen und erstmals mehr als 200 Mrd. Euro fakturieren." Trotz Umstrukturierungen und Verlagerungen habe die Branche in Deutschland zum Jahreswechsel um 4.000 Mitarbeiter auf 806.500 zugelegt.

Für 2008 erwartet der ZVEI weiteres Wachstum, wenn auch mit etwas verringerter Dynamik. Trotz weiter gestiegener Rohstoffpreise seien die Erzeugerpreise um zwei Prozent rückläufig, die Einfuhrpreise um sechs Prozent. Zu einer Verschlechterung der Wettbewerbssituation könnten auch eine weitere Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar und den verbundenen Währungen führen. Weitere mögliche Wachstumsbremse: der Mangel an Fachkräften und Ingenieuren.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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