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Der Stein am Bein des Schwimmers: Media-Saturn zieht Metro runter

08.05.2014

Das operative Ergebnis des Metro-Konzerns (vor Sonderfaktoren) ist im zweiten Quartal 2013/14 von plus 14 Millionen Euro auf minus 40 Millionen Euro abgerutscht. Der Nettoverlust wurde dadurch von 16 auf 269 Millionen Euro ausgeweitet. Daran sind nicht zuletzt die schwachen Zahlen von Media-Saturn verantwortlich. Zumindest beim Online-Umsatz konnte der von Selbstzerfleischung gebeutelte Konzern zulegen.

Der deutsche Handelsriese Metro ist im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2013/14 bei sinkenden Umsätzen tief in die Verlustzone gerutscht. Der Konzern grenzte zudem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr ein. Vor allem die von einem Dauerstreit mit Minderheitseigner Erich Kellerhals belastete Tochter Media-Saturn wird im Gesamtjahr weniger Ertrag abliefern als angenommen.

Im ausgewiesen Quartal mit Ende 31. März 2014 schrumpfte der gesamte MSH-Umsatz um vier Prozent auf 4,881 Milliarden Euro. Übers gesamte erste Halbjahr des Geschäftsjahres gerechnet, verlor die Elektrokette beim Umsatz 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und landet bei 11,482 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern fällt mit 275 Millionen Euro um 43 Millionen schlechter aus als im Halbjahr vor einem Jahr.

Online macht bereit 7 Prozent vom Umsatzkuchen aus

Weiter nach oben ging’s zumindest beim herausgerechneten. Online-Umsatz. DIeser stieg im ersten Halbjahr 2013/14 um über 35 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro. Somit machen die Online-Shops von Media Markt und Saturn gemeinsam mit Redcoon fast sieben Prozent des Gesamtumsatzes von Media-Saturn aus.

An Multichannel-Konzepten will die Kette auch festhalten. Der inzwischen zurückgetretene Media-Saturn-Chef Horst Norberg kündigte an, im Rahmen des Unternehmens-Umbau alle Multichannel-Konzepte in der Media-Saturn E-Business GmbH zu bündeln um effizienter zu werden.

 

Metro-Zahlen

Metro verzeichnete von Jänner bis März bei einem um 7,6 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro gesunkenen Umsatz einen operativen Verlust (Ebit) vor Sonderfaktoren von 40 Mio. Euro - nach einem Plus von 14 Mio. Euro im Jahr zuvor, wie Metro am Donnerstag mitteilte. Auch unter dem Strich stand nach Anteilen Dritter ein Minus von 269 (minus 16) Mio. Euro.

 

Der Konzern lag damit im Rahmen der Erwartungen des Marktes. Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von 14,4 Mrd. Euro und einem operativen Verlust vor Sonderfaktoren von 42,8 Mio. Euro gerechnet.

(Update 14 Uhr 40)

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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