Direkt zum Inhalt

Der Pleitegeier hat sich im Vorjahr 150.000 Unternehmen in Europa geschnappt

10.02.2009

Insgesamt sind in den 15 EU-Staaten plus Norwegen und der Schweiz knapp elf Prozent mehr Firmen als noch 2007 in die Bredouille geraten. Lediglich in den Niederlanden, Luxemburg und in der Schweiz gab es weniger Pleiten.

Den höchsten Anstieg an Pleiten gab es laut Creditreform in Spanien (plus 138,6 Prozent auf 2.100 Fälle) und Irland mit einer Zunahme von 120,8 Prozent auf 700 betroffene Betriebe. Damit hat der globale Wirtschaftsabschwung in diese Länder voll getroffen. Die größte Pleitewelle gab es aber in Luxemburg und Österreich. Denn wenn es darum geht, die Zahl aller Unternehmen mit den Firmenpleiten eines Landes zu vergleichen, wird Österreich (224 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen) nur von Luxemburg mit 233 Insolvenzen überholt. Im Durchschnitt schlittern in Westeuropa 83 Betriebe pro 10.000 Unternehmen in die Pleite.

1,4 Mio. Europäer wurden durch die Insolvenz ihres Arbeitgebers arbeitslos. 2007 waren davon nur 1,2 Mio. Arbeitnehmer betroffen. Bei den Branchen lagen die Dienstleister mit 36,4 Prozent an vorderster Front bei den Firmenzusammenbrüchen. Der Handel stellt ein Drittel (33,3 Prozent gegenüber Vorjahr: 35,7 Prozent) des Insolvenzgeschehens. Rückläufig war europaweit die Zahl der Privatinsolvenzen, nicht so in Österreich. Finnland (plus 24,7 Prozent) und Österreich (plus elf Prozent) verzeichneten eine Zunahme der Privatinsolvenzen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

E-Technik
27.01.2020

Ein niederösterreichischer Elektrotechniker und ein oberösterreichischer Elektrohändler mussten – beide aus eigenem Antrieb – in den vergangenen Tagen den schweren Gang zum Insolvenzgericht ...

E-Technik
23.01.2020

41 Gläubiger, 86 betroffene Arbeitnehmer und einen Schuldenberg in Höhe von rund 947.000 Euro hinterlässt ein Tiroler Elektrodienstleister aus Innsbruck.

Multimedia
22.12.2019

Der Konkurs der Eugendorfer Firma ist der viertgrößte des Jahres in Salzburg. Laut AKV sollen massive Unregelmäßigkeiten auf Geschäftsführungsebene (Mit-)Ursache für die Pleite sein.

E-Technik
19.12.2019

Die Pleite der Herbitschek-Gruppe fordert das nächste Opfer. Nachdem die Hausbank – wohl auch infolge der Turbulenzen bei der Mutterfirma – den Kontokorrentkredit kündigte musste das ...

Multimedia
15.12.2019

Die Marke des insolventen Premium-TV-Herstellers Loewe wird künftig von der in Zypern ansässigen Skytec-Gruppe übernommen. Das teilte Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß am Freitag mit.

Werbung