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„Der Markt braucht die Ordertage!“ Weniger Aussteller aber (fast) gleich viele Fachbesucher

08.04.2014

Die Frühjahrs-Ordertage sind geschlagen. Das Besucher-Niveau gegenüber 2013 wurde mit 2.049 Fachhändlern gehalten. Zumindest fast. 40 fehlten auf die Vorjahres-Marke. Etwas weniger wurden die Aussteller. Das ändert aber nichts daran, dass unterm Strich Besucher, Aussteller und Kooperationen mit der Messe zufrieden waren. Begonnen haben bereits die Diskussionen zur Futura.  

Das waren sie also, die Frühjahrs-Ordertage 2014. Wie jedes Jahr wurde im Vorfeld diskutiert. Jetzt lässt die Reed Exhibitions Messe die Zahlen sprechen. Offiziell kamen 2.049 Fachhändler aus ganz Österreich. Das sind um 40 weniger als 2013. Das Vorjahres-Niveau wurde demnach gehalten. Wobei beachtet werden muss, dass sich dieses Jahr doch einige Vertreter von Media-Saturn unter die Fachhändler mischten - was angesichts der Geschichte der Messe nicht überall auf Gegenliebe stieß. Etwas weniger wurden die Aussteller. 90 waren es 2013, 80 heuer. Der prominenteste Abwesende war – wie berichtet – P&G.

Unterm Strich zufrieden

Ja, sie zeigten sich unterm Strich gegenüber Elektrojournal Online zufrieden, die Aussteller und die Besucher. Die Gesprächsqualität war sehr gut, die Frequenz hätte – vor allem ab Samstagmittag – besser sein können, so der allgemeine Tenor. „Ich habe einige meiner Mitarbeiter bereits früher nachhause geschickt. Wir schaffen das auch in kleinerer Besetzung“, sagte etwa ein Branchen-Manager zu Elektrojournal Online. Aber auch er ist mit der Messe nicht unzufrieden und will sie „keinesfalls in Frage stellen“. Die Frühjahrs-Ordertage seien schließlich eine Branchen-Kommunikations-Plattform und hätten einen „sehr wichtigen und hohen Stellenwert“. Und wieder drei nach Kooperationen getrennte Messen seien genauso wenig eine sinnvolle Alternative wie gar kein Frühjahrs-Event. Es passte also.
  

Als Kommunikations-Plattform nehmen auch viele Händler die Messe wahr – vor allem in Sachen Weißware. Das ist insofern kein Wunder, da man ja gerade bei den Hausgeräten die innovativsten Neuheiten traditionell im Herbst zu sehen bekommt. Aber nur Plauderei und Netzwerken war nicht. Es ging schon auch um die Informationen, schließlich ist Beratung und Wissen das USP des Fachhandels. Und das Internet bringt Kunden hervor, die immer besser informiert sind, was immer kompetentere Beratung verlangt.  
 

„Bei der Ordertätigkeit war eher Zurückhaltung zu bemerken“

„Wir konnten beobachten, dass sich die Besucherfrequenz sehr stark auf den Freitag und den Samstagvormittag konzentriert hat, wobei wir eine gute Gesprächsqualität verzeichnen konnten. Bei der Ordertätigkeit war eher Zurückhaltung zu bemerken, was aus unserer Sicht die Stimmung im österreichischen Handel widerspiegelt. Alles in allem haben die Frühjahrs-Ordertage ihre Berechtigung“, trifft Alfred Janovsky, Obmann Forum Hausgeräte, den Tenor ziemlich genau.

„Voller Erfolg für die UE“

Von einem „vollen Erfolg für die Unterhaltungselektronik“ spricht Christian Blumberger, Foren-Sprecher Consumer Electronics. Ganz so sehen es zwar nicht alle Aussteller der Braunen, aber „zufriedenstellend“ war die Messe allemal. „Seitens Unterhaltungselektronik sind die Frühjahrs-Ordertage ein fixer Bestandteil im Kalender 2015“, kündigt Blumberger jedenfalls vielversprechend an.

Als „sehr erfolgreichen Event“ beschreibt auch Peter Pollak, Forensprecher Elektro-Kleingeräte, die Frühjahrs-Ordertage. Viele Fachhandels-Partner hätten die Möglichkeit genützt, neue Produkte zu sehen und Verkaufsargumente mit zu nehmen. Auch das eine oder andere ‚Messe-Schnäppchen-Angebot‘ sei geordert worden. „So stelle ich mir eine Fachhandelsmesse vor“, meint Pollak.


Ausblick auf die Futura

Die Frühjahrs-Ordertage sind geschlagen, nun wirft die Futura ihre Schatten voraus. Das Organisationsteam um Gerhard Perschy und Barbara Riedl startet nun in die heiße Phase der Messe-Vorarbeiten. Ja, und auch zur Futura wird wieder diskutiert werden; über das Spannungsfeld zur IFA, welcher Aussteller nicht kommt, welcher neu dazukommt, wie viele Tage die Messe dauern soll und ob eine Öffnung für die Konsumenten sinnvoll wäre. Die ersten Diskussionen haben ja bereits auf den Ordertagen begonnen. Denn unter anderem werden Vorträge für die Futura angedacht. Das ist aber wiederum nicht allen recht.

 
Die Stimmen der Kooperationen

Es war bereits die fünfte Ausgabe der Fachinfotage für den Elektrohändler, die von Reed Exhibitions Messe Salzburg in Zusammenarbeit mit den vier Branchenforen organisiert werden. Mit den Frühjahrs-Ordertagen wurden bekanntlich 2010 die zuvor getrennt veranstalteten Frühjahrs-Hausmessen der Einkaufskooperationen Electronic Partner, Expert und Red Zac unter ein Dach gebracht.

Ein klares Pro-Statement kommt von Red Zac-Vorstand Alexander Klaus: „Der Markt braucht die beiden Termine - im Frühjahr mit den Frühjahrs-Ordertagen und im Herbst mit der Futura. Handel und Hersteller sind hier gefragt, beide klug zu unterstützen. Gerade für die Unterhaltungselektronik sind die Frühjahrs-Ordertage wichtig, weil sie hier ihre neuen Produkte präsentieren können. Wir haben eine positive Stimmung erlebt, besonders die geführten Industrierundgänge sind von unseren Händlern positiv angenommen worden.“

Zufriedene Gesichter auch bei EP. Michael Hofer, Geschäftsleitung Kooperation/Marketing und New Business, ElectronicPartner Austria: „Wir sind mit der Frequenz an beiden Tagen der Frühjahrs-Ordertage zufrieden und unterstützen die Veranstaltung im Frühjahr, die besonders für die Unterhaltungselektronik zu einem wichtigen Zeitpunkt stattfindet, ebenso wie den Herbst-Termin der Futura. Von Seiten der Händler haben wir sehr positives Feedback erhalten.“

Ins selbe Horn stößt Alfred Kapfer, Geschäftsführer Expert Österreich: „Die Frühjahrs-Ordertage sind für den Handel unverzichtbar und wir sind mit dem Verlauf zufrieden. Zum Frühjahrstermin liegt der Schwerpunkt auf der Unterhaltungselektronik, im Herbst hat etwa die Weißware ihre größere Gewichtung. Dennoch sind die Frühjahrs-Ordertage eine gute Veranstaltung, die allen Beteiligten etwas bringt.“

Alle Stimmen, alle Meinungen in Elektrojournal 4/2014

Was nun alles auf den Frühjahrs-Ordertagen gesprochen wurde und wer etwas zu sagen hatte, was funktioniert und was nicht, das alles und noch viel mehr lesen Sie in der ausführliche Reportage im kommenden Elektrojournal 4/2014.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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