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"Der klassische Fernsehmarkt existiert nicht mehr!“ Der Loewe-Konzernchef über die Zukunft

06.09.2013

Fernseher-Hersteller Loewe will bekanntlich mit günstigeren Geräten und einem Fokus auf Vernetzung die Wende schaffen. Der Premium-Gedanke soll aber weiterverfolgt werden, sagte Konzernchef Matthias Harsch am Donnerstag auf der IFA. Loewe müsse sich aber neu definieren. "Der klassische Fernsehermarkt, das klassische Geschäftsmodell existieren nicht mehr.“

Nach der IFA will Loewe einen Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll für rund 800 Euro auf den Markt bringen. Das ist günstiger als die bisherigen Loewe-Preise, aber teurer als zahlreiche Konkurrenz-Angebote. Das Unternehmen wolle in jedem Marktbereich die teureren Premium-Modelle anbieten, betonte Harsch. "Loewe hat immer Premium gemacht und wird es auch weiter machen." Das Unternehmen wolle die Kunden unter anderem mit Design und einer besseren Bedienung überzeugen.

 

Loewe steht seit 17. Juli unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Der Schutzschirm, der eine Sanierung in Eigenregie erlaubt, kann laut Gesetz maximal drei Monate aufrechterhalten werden. In dieser Zeit muss die Gesellschaft frisches Kapital auftreiben, sonst droht die Insolvenz. Loewe sei derzeit in Gesprächen mit mehr als zehn Investoren, sagte Harsch auf der IFA. Die Finanzierung durch die Banken sei noch bis Ende März gesichert.

Hisense-Vetrieb gestartet

In Österreich startet Loewe bekanntlich ab Ende September mit dem Vertrieb der TV-Geräte von Hisense. Sie werden exklusiv über das Händlernetz der Loewe-Partner verkauft – „selbstverständlich mit erstklassiger Loewe-Beratung, Loewe-Service und Loewe-Garantie“, wie das Unternehmen verspricht. Zum Start in Österreich bringt Loewe die Geräte der High-End Klasse von Hisense. Das sind vier Ultra-HD (4K) Fernseher der Produktlinien XT880 und XT900. Ultra HD bedeutet die vierfache Auflösung von Full HD.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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