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Der helle Ambiente-Wahnsinn: Mehr Besucher als verkraftbar!

15.02.2006

4.580 Aussteller, 147.000 Fachbesucher – mit einem Plus von 6.000 Besuchern hat die Ambiente ihre Tore gestern wieder geschlossen

War am Dienstag, dem letzten Messetag, zumindest für Ambiente-Verhältnisse schon „tote Hose“ (also übliches Besucheraufkommen), hat sich an den Tagen zuvor Unglaubliches abgespielt: Die Menschen standen in der „Kleingeräte-Halle“ 9.1 wie in guten alten Ostblock-Zeiten bis zu einer halben Stunde in den Gängen Schlange, ehe sie Ansprechpartner und Produktneuheiten in Griffweite hatten.
Was freilich noch lange kein Garant für „beschauliche“ Geschäftsbesprechungen war: Etliche Top-Anbieter mussten deshalb sogar – man stelle sich vor – Einkäufer unverrichteter Dinge heimschicken!
Michael Lipburger, Chef von Saeco Deutschland, die auf der Ambiente seit 15 Jahren regelmäßig ausstellen, war darüber zwar nicht erbaut, attestiert der Ambiente aber, „dass sie sich mittlerweile fast zur deutschen Leitmesse für Kleingeräte entwickelt hat. Die haben ja keine Heimat.“ Und bei der BSH („die Frequenz war schlichtweg extrem“) will man erkannt haben, „dass der Elektrofachhandel die Ambiente inzwischen voll akzeptiert“.
Für Objektleiter Thomas Kastl von der Messe Frankfurt ist jedenfalls die strategische Richtung verbindlich, „wie wir im Ausstellerbeirat klar festgelegt haben: Es ist besser, mit Segmenten wie den Elektro-Kleingeräten zu wachsen als mit dem 183. Murano-Glasbläser.“
Wegen des dramatischen Platzproblems müsse die Messe Frankfurt eben Prioritäten setzen. Deshalb werde man zu Gunsten anklopfender Kleingeräte-Aussteller „die Aussteller aus den anderen Bereichen etwas intensiver bitten...“, so Kastls unvollendetes Statement.
Ob angestammte Aussteller da nicht auf ihre älteren Rechte pochen würden, hakt Elektrojournal Online nach. Kastl: „Die Reduktion der anderen Bereiche kriegen wir schon hin. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation haben wir ja auch eine gewisse Fluktuation auf der Ambiente.“

So viel zu den ersten Statements nach Messeschluss. Die „harten Fakten“, in Form eines Schlussberichts, hat die Messe Frankfurt heute nachgeliefert...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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