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"Den typischen Teilzahler gibt's nicht!" Santander legt bei der Warenfinanzierung zu

08.04.2014

Santander will die Position in Österreich weiter ausbauen und "auf die Filetstücke" warten. Zum Kerngeschäft der Bank gehört die Warenfinanzierung – etwa für Elektroartikel. Deshalb arbeitet Santander hierzulande mit 1.100 Händlern zusammen. 

"Wenn man Santander weltweit verfolgt, sind die Kollegen in Madrid sehr umtriebig", sagt Santander-Österreich-Chef Olaf Peter Poenisch – auch was Zukäufe betrifft. Wenn sich in Österreich "Filetstücke bieten, die zu unserem Geschäftsmodell passen", werde man sich das Ganze anschauen. An der BAWAG bestehe jedoch kein Interesse. Seit Jahresbeginn hält sich das Gerücht, die spanische Großbank sei scharf auf die Cerberus-Tochter. Das sei nie ein Thema gewesen, stellt Poenisch jetzt klar.  "Die BAWAG könnte in Österreich eine Nummer zu groß sein für uns.“

 
Durchschnittliche Teilzahlung: 1.200 Euro über 22 Monate

Kerngeschäft in Österreich ist die Auto- und Warenfinanzierung. Santander ist führend bei Ratenkrediten für Möbel, Elektrogeräte und andere Konsumgüter. Der Umsatz im Warengeschäft stieg im Jahr 2013 um 16,6 Prozent auf 148 Millionen Euro. Die durchschnittliche Teilzahlung lag 2013 bei 1.200 Euro und ging über eine Laufzeit von 22 Monaten.

Bei Warenfinanzierungen arbeitet Santander in Österreich mit 1.100 Händlern zusammen, vor allem im Möbelhandel (Kika/Leiner, Lutz), im Elektrohandel (Media Markt/Saturn, Red Zac) und mit Baumärkten (OBI, Bauhaus, Hornbach). „Die Teilzahlung ist mittlerweile im Alltag des Konsumenten angekommen“, so Poenisch. „Das zeigt sich vor allem darin, dass es den typischen Teilzahler gar nicht gibt. Unseren Auswertungen zufolge nutzen inzwischen alle Berufsgruppen und Einkommensschichten die Möglichkeit der Teilzahlung.“

 

Größte Bank der Euozone

 

Banco Santander war Ende 2013 nach Marktkapitalisierung (75 Mrd. Euro) die größte Bank der Eurozone. In 40 Ländern weltweit betreibt der spanische Bankenriese mehr als 13.900 Filialen, beschäftigt rund 190.000 Mitarbeiter und hat über 103 Millionen Kunden.

 
"Was wir hier vorfanden, war desaströs!"

Santander hat in Österreich 2009 dem US-Konzern General Electric die GE Money Bank abgekauft.  "Was wir hier vorfanden, war desaströs", erinnert sich Poenisch. Man habe die Bank komplett umgekrempelt und in „Santander Consumer Bank" umgetauft. Der Umsatz habe sich bisher mehr als verdoppelt.

 
Erstmals über 1 Mrd. Euro Umsatz

Zurzeit hat Santander in Österreich 27 Filialen, davon neun in Wien. 2014 sind wieder drei Neueröffnungen in den Bundesländern am Plan. Für 2013 werden vorläufig 42,4 Mio. Euro Gewinn für Österreich genannt, der Umsatz stieg mit 1,017 Milliarden Euro sogar auf Rekordniveau (2012: 909 Mio. Euro). Die Anzahl der Kundenverträge überschritt mit 313.000 erstmals in der Unternehmensgeschichte die 300-Tausend-Marke (2012: 275.000 Kundenverträge).

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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