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Den Rivalen auf der Einkaufsliste: Reclay UFH prangert die ARA an und überlegt ein Kaufangebot

31.07.2012

Das Reclay UFH kämpft um die Genehmigung als Sammel- und Verwertungssystem für Haushaltsverpackungen. Es sei angesichts der „widrigen Umstände“ äußerst schwierig, diese Genehmigung zu bekommen. Daran trage die ARA Schuld. Jetzt wird überlegt, den Rivalen zu kaufen. Der sitze außerdem zu Unrecht auf einem Überschuss-Berg von 74 Millionen Euro. Das Kaufangebot und die Vorwürfe sind für die ARA heiße Luft.

15 Prozent soll das Markt-Stück schwer sein, das sich die Reclay UFH mittelfristig im Segment der Haushaltsverpackungen sichern will. Den Wirtschaftsunternehmen soll eine Liberalisierung des Markts Kostenvorteile bringen, wird argumentiert. Trotzdem sei es äußerst schwierig, die Genehmigung als entsprechendes Sammelsystem zu bekommen. „Sollten wir absehen können, dass die Rahmenbedingungen unseren Markteintritt verzögern oder wesentlich behindern, prüfen wir auch ernsthaft, den Eigentümern der ARA ein Kaufangebot zu machen, um unsere auf internationale Kunden ausgerichtete Unternehmensstrategie umsetzen zu können“, sagt Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group.

Genauer wird er nicht. Welche Summen sich Reclay UFH vorstellt, ist nicht bekannt. Für die ARA ist das aber wohl eher heiße Luft. "Ich glaube nicht, dass jemand Interesse hat, die ARA zu verkaufen. Ich wüsste nicht, welchen Vorteil das für die Eigentümer hätte", sagt Christian Mayer, Sprecher der ARA, zum Wirtschaftsblatt.

 

„ARA blockiert Marktöffnung“

 

Wie von Elektrojournal Online berichtet, wünscht sich die Reclay UFH eine Marktöffnung und länderübergreifende Entsorgungsstrategien. Diese Marktöffnung sei aber aufgrund der „Vormachtstellung der ARA als Monopolist im Haushaltsbereich überaus schwierig“, wie es seitens Reclay UFH heißt. Fruscio prangert den Rivalen öffentlich an: „Obwohl die ARA öffentlich verkündet, gar kein Monopolist mehr sein zu wollen, versucht sie mit allen Mitteln, genau diese Position zu verteidigen. Weder verunsichernde Briefe an unsere Kunden noch eine diskriminierende Preispolitik sind Zeichen eines fairen Wettbewerbs.“ Reclay UFH erhob auch Klage gegen die ARA.

 

Was ist mit dem 74 Millionen Euro?

 

Darüber hinaus kritisiert Reclay UFH, dass die ARA als non-Profit geführtes Unternehmen in den letzten Jahren Überschüsse in der Höhe von 73,9 Millionen Euro erwirtschaftet haben soll. „Dieses Geld sollte unserer Meinung nach den Kunden, sprich der Wirtschaft, zugutekommen“, meint Fruscio. Für die ARA  sind das alles haltlose Vorwürfe. Sie will übrigens noch im Herbst ein neues Tarifsystem einführen. Auch das zieht den Unmut des Reclay UFH auf sich.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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