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De’Longhi-Chef Frank: „Braun-Übernahme ist Win-Win für beide Marken“

18.04.2012

„Ich möcht’s so weit bringen, dass man überhaupt nur mehr unsere Marken kaufen kann, wenn ich in Pension gehe“, meint Michael Frank scherzhaft zum jüngsten Coup von De’Longhi. Bis zum 1.1.2013 werden die Weichen gestellt, um künftig alle Kunden-Gruppen mit dem Marken-Triumvirat aus De’Longhi, Kenwood und Braun anzusprechen.

„Aus internationaler Sicht ist die bevorstehende Übernahme der Marke Braun – für alle Produkt-Bereiche außer Haarpflege und -entfernung – sehr positiv zu sehen. Das gibt der Gruppe enormen Schub am Weg zum größten Kleingeräte-Anbieter der Welt“, so Frank. Extrem stark ist Braun als Marke in Ländern wie Deutschland, Russland oder in Skandinavien. Während Procter & Gamble sich damit künftig auf die Kern-Kompetenzen konzentriert, bekommt auch De’Longhi Knowhow bei Küchen-Maschinen und Food-Prozessoren hinzu.

 

Eine „Win-Win-Situation“, wie Frank festhält: „Wir werden die Marke Braun in diesen Bereichen wieder ins richtige Licht setzen, was auch dem restlichen Sortiment beider Anbieter zugute kommt.“ Dabei erhält De’Longhi von Anfang an Unterstützung durch die heimische Procter-Crew, mit vielen dort ist man ohnedies gut befreundet. Die Wettbewerbs-rechtliche Genehmigung vorausgesetzt, wird am 1. Jänner kommenden Jahres losgelegt. Bis dahin hat der Geschäftsführer Zeit, die nötigen Strukturen bei Lager, Supply Chain und Personal zu schaffen.

 

„Marken-Strategien bleiben getrennt“

 

An der Marktführerschaft von Philips wird die Übernahme hierzulande nichts ändern. „Genaue Zahlen zur Umsatz-Größenordnung kann ich noch nicht nennen. In jedem Fall macht der neu hinzukommende Bereich einen Bruchteil des De’Longhi-Umsatzes aus und ist auch kleiner als jener von Kenwood.“ Um die Lücke zu Philips zu schließen, müsste der Lieferant wohl auch Staubsauger erfolgreich in Österreich einführen und damit zum Vollsortimenter mutieren.

 

Derzeit gibt’s klarerweise andere Prioritäten – und viel zu tun: „Mir wird nicht fad bei De’Longhi, bislang ist noch jedes Jahr irgendetwas dazugekommen.“ An eine Marken-Positionierung nach Produkt-Gruppen oder Preisbändern ist jedenfalls nicht gedacht, die Sortimente werden im ersten Step beibehalten. „Die Marken-Strategien bleiben getrennt. Wenn von uns Frühstücks-Serien unter drei Marken erhältlich sind, erhöht das auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine davon gekauft wird.“

 

Mit der deutschen Wert-Marke Braun, der englischen Traditions-Marke Kenwood und der italienischen Lifestyle-Marke De’Longhi kann Frank auf drei Brands zurückgreifen, die sich in ihrer Positionierung deutlich unterscheiden. Über konkrete Weichen-Stellungen wird De’Longhi den Handel im Herbst via Rundschreiben informieren.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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