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„Das Werk DiTech ist noch nicht vollendet!“ Damian Izdebski nimmt Stellung

25.10.2013

Computerhändler DiTech kam in die Schlagzeilen. Finanzielle Probleme soll es geben. Nun will Damian Izdebski einiges gerade rücken. DiTech sei trotz „kurzzeitigem Liquiditätsengpass“ immer voll beliefert worden, zu keinem Zeitpunkt habe es eine Gefährdung des Unternehmens gegeben. Der eingeschlagene Strategieweg sei der richtige, die Gewinnsituation bald eine andere. Überlegt wird, sich einen Strategiepartner anzulachen.

6,9 Millionen Euro habe DiTech in den letzten fünf Jahren in die Strukturen investiert, eröffnet Damian Izdebski die heutige Pressekonferenz. 4,4 Millionen Euro flossen in den Ausbau des Filialnetzes. Bei den kolportierten 22,7 Millionen Euro Verbindlichkeiten handle es sich um kurzfristige Verbindlichkeiten, denen ein Warenlager von 12,4 Millionen Euro und 6,2 Millionen Euro Anlagevermögen gegenüberstehen. Den Rest würden rund 4,1 Millionen Euro an Forderungen gegenüber Firmenkunden bilden, die von DiTech auf offene Rechnung beliefert werden.

„Von einer ernsthaften Gefährdung konnte deshalb zu keinem Zeitpunkt die Rede sein“, meint Izdebski. Es kam zu einem „kurzzeitigem Liquiditätsengpass“. Ein Versicherer hat die Limits reduziert. „Das war der Auslöser für eine Welle der Verunsicherung“, so der Unternehmensgründer. DiTech sei aber zu jeder Zeit von seinen größten Hardwarelieferanten aus ganz Europa uneingeschränkt beliefert und von den Kreditschutzversicherern gedeckt worden. Auch die Partnerbanken hätten Mitte dieser Woche grünes Licht für weitere Investitionsfinanzierungen gegeben.

 
„Wir glauben aber an Wachstum. Die Gewinnsituation wird demnächst eine andere sein“

Die Flächen-Expansion ist vorläufig abgeschlossen ist. „Wir glauben aber an Wachstum. Die Gewinnsituation wird demnächst eine andere sein“, sagt Izdebski. Schließlich hat DiTech viele junge Standorte und es dauere vier bis sechs Jahre, bis ein Standort wirklich voll laufe.

Mit Größe gibt’s auch bessere Einkaufspreise. Daraus macht der DiTech-Chef keinen Hehl: „Je größer wir sind, desto bessere Preise für die Konsumenten können wir anbieten und desto besser wird für uns natürlich die Margen-Situation.“ Wobei man nicht nur über die Preise gehen will. „Mit Rabatten können auch Lebensmittelketten Geräte verkaufen. Die Kunst im Elektrohandel ist es, einem Kunden innerhalb von fünf Jahren drei Generationen eines Geräts zu verkaufen.“ Er sieht das Unternehmen jedenfalls zwischen Mitbewerbern wie Media-Saturn und Amazon zukunftsfit positioniert. Unterschrieben wurde übrigens ein neuer Vertrag mit Apple.

 
Strategischer Partner? "Schließen den Schritt nicht aus"

Ein Verkauf der Kette kommt für Izedebski nicht in Frage. “Wir haben erst kürzlich ein verlockendes Übernahmeangebot abgelehnt. Das Werk DiTech ist noch nicht vollendet.“ Einen strategischen Partner an der Seite, kann er sich allerdings schon vorstellen. „Wenn er die gleichen Werte vertritt, wie wir, sollte man diesen Schritt nicht ausschließen.“

 
"Smart TV-Segment kein Fehler"

Umsatzmäßig peilt DiTech für das laufende Geschäftsjahr, das bis März 2014 läuft, 130 Millionen Euro an. Im nächsten Fiskaljahr sollen es dann 150 bis 160 Millionen Euro ein. Weiterhin will Izdebski auch auf Smart TVs setzen. Derzeit liegt man ja mit Loewe im Clinch. Ein Fehler sei es aber nicht gewesen, dieses Segment aufzunehmen. „Es ist kein Hauptstandbein von uns, aber eine wichtige und durchaus erfolgreiche Ergänzung. Ich sehe Smart TVs eher als Computer."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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