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Das Bundesgremium hört die Alarmglocken

17.12.2015

Wolfgang Krejcik äußert sich in seiner Bilanz-Aussendung dahingehend, dass er noch nie zuvor eine „derartig hohe Bedrohungslage“ erlebt habe. Zumindest habe bei der Registrierkassenpflicht ein Aufschub erreicht werden können.

In seiner aktuellen Aussendung hält Bundesgemialobmann Wolfgang Krejcik einen Rückblick auf das Jahr 2015 und spricht insbesondere über die Registrierkassenpflicht. Krejcik dazu gewohnt scharf: „Besonders der dazu geäußerte Generalverdacht – ,jeder Unternehmer ein Betrüger‘ – zeigt eine so noch nie dagewesene Wirtschaftsfeindlichkeit.“

Die Wirtschaftskammer Österreich „und besonders die Bundessparte Handel verhandeln mit einem immensen Aufwand auf allen Ebenen“, so Krejciks, seien doch von dieser „unseligen Kassen-Regelungen alleine in unserer Branche tausende Betriebe betroffen.“ Zwei Erfolge konnten bislang, so der Bundesgremialobmann, erzielt werden.

Verhandlungserfolge

Der ursprünglich vorgesehene Starttermin der Registrierkassenpflicht konnte durch die Nicht-Bestrafung de facto vom 1. Jänner 2016 auf 1. April 2016 bzw. auf 1.Juli 2016 verschoben werden, so Krejcik: „Das war auch unbedingt erforderlich, da ja vom Fiskus noch nicht alle wesentlichen Fragen klar beantwortet wurden und ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit herrscht.“

Beim zweiten Verhandlungserfolg geht es um die „handelsübliche Warenbezeichnung“, die auf dem Kassenbon verpflichtend aufscheinen soll. Auch Unternehmen, die über kein Warenwirtschaftssystem verfügen, wären verpflichtet gewesen, jedes Produkt am Kassenbon detailliert auszuweisen. Krejcik: „In unserer Branche wären bedeutend mehr als 100 Warengruppen erforderlich, sollte der vom Fiskus ursprünglich vorgesehene Detaillierungsgrad einzuhalten sein. Wäre diese hohe Anzahl auch technisch möglich, jeder Verkäufer wäre beim Verkaufsvorgang heillos überfordert.“

Geeinigt hat man sich jetzt auf maximal 15 Warengruppe, wobei jedes Unternehmen diese Warengruppen selbst definieren kann. Bei Vollsortimentern werden daher diese Gruppen z.B. TV, Haushalt, Telefone, Haushaltsgeräte, Lampen, Batterien, etc. umfassen. Bei einem beispielsweise auf Lampen und Leuchten spezialisierten Geschäft werden es Warengruppen wie Leuchtkörper, Lampen, etc. sein.

Rückblick 2015

Das Jahr 2015 sei für die Branche ein „überaus schwieriges Jahr“, so der Bundesgremialobmann, gewesen. Neben konjunkturbedingten Problemen wurde man mit neuen Gesetzen und Verordnungen „laufend“ konfrontiert, die teilweise sogar die Existenz vieler Betriebe in Frage gestellt haben.

Krejcik: „Themen wie Bundeswettbewerbsbehörde, unlauterer Wettbewerb, Umweltauflagen, Energieeffizienz, neue Urheberabgaben, rückwirkende Steuerforderungen bei Handystützungen, Steuergerechtigkeit zu ausländischen Anbietern, um nur einige zu nennen, hielten uns in Atem. Es ist mir nicht erinnerlich, dass es je zuvor eine derartig hohe Bedrohungslage gegeben hat.“ Krejcik hält in seinem Jahresrückblick auch fest, dass „wir bei allen wesentlichen Problemen Lösungen erzielen konnten, auch wenn unsere Leistungsfähigkeit dabei sehr oft geprüft worden ist.“

Autor: Rudolf Preyer 

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