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Creditreform: Jedes fünfte Unternehmen hat in diesem Jahr Personal abgebaut

18.11.2013

Die Creditreform Wirtschafts- und Konkjunkturforschung hat im Herbst rund 1.700 Klein- und Mittelbetriebe nach ihrer aktuellen Personalentwicklung gefragt. Wie bei der Umsatz- und Auftragsentwicklung zeigt sich auch hier ein negativer Trend. Jedes fünfte Unternehmen hat Personal abgebaut. Am stärksten den Personalbestand verringert haben hierbei das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungsbranche.

Der Personalsaldo zwischen aufstockenden und verkleinernden Unternehmen ist mit 0,2 Punkten gerade noch im positiven Bereich. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 8,4 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit 2009, wo der Saldo bei Minus 18,5 Punkten lag.

 

Zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt, gab lediglich jedes neunte Unternehmen an, neue Mitarbeiter einstellen zu wollen. Hingegen will fast jeder sechste Betrieb sich von einem Teil seiner Belegschaft trennen. Somit bleibt auch die zukünftige Personalentwicklung im dritten Jahr in Folge im negativen Saldo.

 

Der KMU-Jobmotor stottert

 

Wegen der verschlechterten Situation bei Umsatz und Aufträgen (Creditreform berichtete) ist von den mittelständischen Unternehmen kein positiver Impuls für den Arbeitsmarkt ausgegangen. Die Personaldecke entspricht nahezu dem Vorjahr. Auch für die kommenden Monate werden die KMU kein wesentlicher Jobmotor sein. Die meisten Personalzugänge sind derzeit noch im Dienstleistungssektor geplant, das witterungsabhängige Baugewerbe bildet hier erwartungsgemäß das Schlusslicht.

Für eine Trendwende sind flexiblere Arbeitszeiten, maßvolle Lohnabschlüsse und die Konjunktur stimulierende Maßnahmen sowie eine Steuerpolitik, die den privaten Konsum nicht zu sehr an die Kandare nimmt, zu wünschen.

 

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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