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CES 2017 II: Die österreichische Beteiligung

09.01.2017

WKÖ-Wirtschaftsdelegierter Thaler sieht aufsehenerregende österreichische Innovationen bei der weltgrößten Technologiemesse in Las Vegas. Als Beispiele seien die Start-ups myAlfred, Playbrush, Robart, Tractive und Mikme genannt.

Das österreichische Start-up Robart feierte auf der CES seinen Durchbruch mit der Entwicklung eines Controllers für Roboter im Haushalt.

Die weltgrößte Technologiemesse CES der Consumer Technology Association fand vom 5. bis 8. Jänner 2017 in Las Vegas/Nevada statt. 3.800 Aussteller stellen auf dieser Megamesse vor rund 170.000 Fachbesuchern über 20.000 Produktneuheiten auf einer Rekord-Ausstellungsfläche – entsprechend der Größe von 35 Fußballfeldern – vor.

Dazu Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles: „Als Trends stachen beim Messerundgang unter anderem die immer brillianter und dünner werdenden TV-Bildschirme ins Auge, die in den nächsten Jahren von 4K UHD auf 8K zusteuern. Ebenso war das gesamte Ecosystem selbstfahrender Autos auf der CES vertreten. Schön aus österreichischer Sicht: Austro-Innovationen sind bei der Umsetzung neuer Technologietrends ganz vorne dabei“.

ams beispielsweise stellte als Weltneuheit die kleinste Kamera der Welt vor. Der Wirtschafts-Oskar-Preisträger ist weltweit der Nr.1 Lieferant von Lichtsensoren. Ebenso präsent war der kürzlich von ams erworbene Spezialist für optische Sensortechnologien, die Firma Heptagon aus Singapur.

Bosch stellte die in Österreich entwickelten und mit CES-Innovationspreisen ausgezeichneten Motorradsysteme vor. Stürzt der Fahrer, so gibt die App der Lean Connectivity die Koordinaten an den vorher definierten Notfallkontakt per SMS weiter.

Infineon Technologies demonstrierte Innovationsstärke mit Radartechnologien, die bei automotiven Sicherheitssystemen Unfälle durch aktives Eingreifen in das Fahrgeschehen verhindern. Weiters hält Infineon-Know-how aus Österreich Multicopter auf Kurs. Infineon baut seine US-Präsenz weiter aus. Derzeit prüft die amerikanische Wettbewerbsbehörde die Freigabe der Akquisition des Unternehmens Wolfspeed.

Wirtschafts-Oskar-Preisträger TTTech stellte seine Produkte im stark wachsenden Segment autonomes Fahren vor. Der Volkswagenkonzern geht beim neuen Audi A8 und vier weiteren Modellen mit dem TTTech Level 3 Automated Driving System in diesem Jahr in Serie.

Der kanadische Importeur von Vienna Acoustics präsentierte die Premium Lautsprecher.

Und schließlich die Startups myAlfred, Playbrush, Robart, Tractive und Mikme, die bei der globalen Innovations- und Kontaktbühne der Megashow auf großes Interesse stießen.

Einen Butler zum Nulltarif bietet das Startup myAlfred an. Im Mittelpunkt der App steht, dass die User bei der Vereinbarung von Terminen die perfekte Balance zwischen Arbeitsleben und Alltag finden.

Playbrush bringt Kindern auf spielerische Art bei, ihre Zähne richtig zu putzen. Ziel des Markteinsteigers ist das Netzwerken mit interessierten Händlern.

Einen Durchbruch schaffte Robart mit der Entwicklung eines Controllers für Roboter im Haushalt. Damit finden sich Staubsaugerroboter dank künstlicher Intelligenz in einer Wohnung zurecht und können gezielte Aufgaben ausführen.

Tractive ist ein führender Entwickler von Wearables und Apps für Haustiere und war mit seinem weltweit kleinsten Haustierortungssystem vertreten. Der Premium-Tracker ist mit Swarovski-Steinen besetzt.

Mikme beeindruckte das Fachpublikum mit dem weltweit ersten drahtlosen Mikrophon und Audiorecorder in Studio Qualität.

So gesehen: Österreich präsentierte sich auf der diesjährigen CES von seiner besten (technologischen) Seite.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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