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Bundesweite Förderungen für Reparaturen? Opposition unterstützt Sepp Eisenriegler

27.11.2018

Die Opposition macht sich für preiswerte Reparaturen von Geräten stark. Dies könne etwa über bundesweite Förderungen geschehen, möglich sei auch eine Senkung der Lohnnebenkosten oder eine Reduktion der Mehrwertsteuer, schlugen Vertreter von SPÖ, NEOS und "Jetzt" am Montag in einer Pressekonferenz vor. Sie unterstützen dabei die Anliegen des Reparatur- und Service-Zentrum (R.U.S.Z.).

Sepp Eisenriegler, die SPÖ, die NEOS und "Jetzt" wünschen sich eine bundesweite Förderung bei Reparaturen.

Nach wie vor werde eher neu gekauft als repariert, beklagte Sepp Eisenriegler von R.U.S.Z., erst 2025 dürfen "Wegwerfgeräte" nicht mehr am europäischen Markt vertrieben werden. Dies belaste nicht nur Umwelt und Ressourcen, auch etliche Handwerksbetriebe müssten aus diesem Grund schließen. Eisenriegler erinnerte auch an das Bekenntnis im Regierungsübereinkommen zu langlebigen, reparierbaren und wiederverwertbaren Produkten.

Auch der Opposition ist das Tempo der Regierung zu langsam. "Wir brauchen viel mehr als nachwachsen kann", erinnerte Petra Bayr von der SPÖ. Sie tritt - ebenso wie Daniela Holzinger von Jetzt - für eine bundesweite Förderung von Reparaturen ein. In Oberösterreich gebe es eine solche bereits, so Holzinger, die an einem entsprechenden Antrag arbeitet, über den noch im Dezember im Nationalrat abgestimmt werden soll.

Sepp Schellhorn von den NEOS findet auch aus dem Blickwinkel der Unternehmer eine Belebung der Reparatur-Wirtschaft für sinnvoll. Er fordert auch aus diesem Grund eine Senkung der Lohnnebenkosten, denn: "Die Mitarbeiter kosten zu viel und verdienen zu wenig." Aber auch die steuerliche Absetzbarkeit solcher Dienstleistungen oder eine Reduktion der Mehrwertsteuer, wie das R.U.S.Z. fordert, sind für ihn ein gangbarer Weg.

Der Leiter der Umweltberatung in Wien, Markus Piringer, sieht in der Reparatur den "Königsweg", um Ressourcen weltweit zu schonen. Für ihn ist möglicherweise das Bewusstsein in der Bevölkerung größer, als man es an den Zahlen merkt. Die Proponenten der Initiative sehen vor allem die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) gefordert. Diese, so Schellhorn, sei immerhin für Nachhaltigkeit zuständig.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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