Direkt zum Inhalt

Bundesgremium: Click&Collect nicht erlaubt, keine Elektrogeräte in den Supermärkten?

16.11.2020

Nach und nach kommt ein bisschen Licht in die aktuelle Lockdown-Verordnung. Wie das Bundesgremium informiert sind ab Morgen weder Klick&Collect noch Rampenverkäufe erlaubt. Gespannt sein darf man darauf, ob sich diesmal auch der Lebensmittelhandel an die Vorgaben hält.

Den Informationen des Bundesgremiums zufolge sollen nämlich auch jene Betriebe, die nach der aktuellen Verordnung geöffnet bleiben, nur ihr typisches Warensortiment anbieten dürfen. Beispielsweise wird in der rechtlichen Begründung angeführt, dass Elektrogeräte nicht in das typische Warensortiment des Lebensmittelhandels fallen. Das Elektroangebot stand bereits im Frühjahr inmitten heftiger Diskussionen, wobei sich die Lebensmittelhändler damals beharrlich weigerten, das betreffende Sortiment abzugrenzen – man warnte sogar davor, dass die Kunden dadurch „in Panik“ verfallen würden. Erst als das Ende des Lockdowns abzusehen (und das Ostergeschäft gelaufen) war, erklärte man sich „freiwillig“ dazu bereit, auf das Elektroangebot zu verzichten. Man darf also gespannt sein…

In jedem Fall verboten sein wird die – beispielsweise vom Handelsverband geforderte – Click&Collect-Möglichkeit. Hier liege die Problematik allerdings hauptsächlich auf Seiten der Kunden, da diese aufgrund der ab morgen geltenden Ausgangsbeschränkungen ihren persönlichen Wohnbereich nur für die ausdrücklich normierten Ausnahmen verlassen dürfen. Die Abholung von Waren ist zudem Teil des Verkaufsvorgangs, wozu der Kundenbereich von Handelsbetrieben nicht betreten werden darf. Dabei wird der Begriff „Kundenbereich“ hier sehr weit ausgelegt. Auch der Parkplatz oder der Gehsteig vor dem Geschäft fällt darunter.

Problemlos möglich sind natürlich Beratungs- und Verkaufsgespräche mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel. Und die so verkaufte Ware darf danach auch zum Kunden geliefert bzw. dort auch montiert werden – natürlich unter Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. Auch Reparaturen dürfen weiterhin durchgeführt werden. Interessantes Detail am Rande: Die Kunden dürfen zu diesem Zweck sogar das Geschäftslokal betreten, insbesondere wenn es sich um dringende Reparaturen handelt, heißt es vom Bundesgremium.

Werbung

Weiterführende Themen

Branche
23.11.2020

Die Bundesregierung hat heute neue Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen der Corona-krise bekanntgegeben. Ab heute Nachmittag können etwa auch Händler, die vom harten Lockdown direkt betroffen ...

Wie passend: Spar hat seinem aktuellen Werbefolder gleich noch eine Haushalts-Banderole verpasst.
Branche
16.11.2020

Ab sofort ist der Handel größtenteils wieder geschlossen - Supermärkte bleiben geöffnet. Und wie schon im Frühjahr entbrennt nun wieder der Streit, was verkauft werden darf. Die REWE-Gruppe (Billa ...

Branche
16.11.2020

Die Wogen gehen hoch im Handel. Während etwa Wirte und Hotels 80 Prozent Entschädigung bekommen, fallen für den ab sofort geschlossenen Non-Food-Handel zwischen 20 und 60 Prozent ab. Die Händler ...

Österreich macht (wieder) dicht.
Branche
14.11.2020

Nachdem die Regierung nun endgültig die Kontrolle verloren hat, zieht man nun wieder die (eh schon bekannten) Daumenschrauben an. Wie schon im Frühjahr müssen große Teile des Handels sowie die ...

Rainer Will
Branche
29.10.2020

Bereits vor der jüngsten Verschärfung der Corona-Krise in Österreich erwarteten 85 Prozent der heimischen Händler einen massiven Umsatzverlust im heurigen Jahr. Im Schnitt wird von einem 32- ...

Werbung