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BSH-Geschirrspüler Baujahr 1999 bis 2005: Überhitzungsgefahr durch fehlerhaftes Bauteil

02.09.2013
BSH

In einigen Geschirrspüler-Modellen der BSH, die zwischen 1999 und 2005 vom Band liefen, hat sich ein Defekt eingeschlichen. Aufgrund eines fehlerhaften Bauteils können die Geräte überhitzen. Auf einer speziell eingerichteten Homepage können Konsumenten überprüfen, ob ihr Geschirrspüler zu den betroffenen Modellen gehört. Das Gerät wird dann kostenlos repariert. Alternativ kann der Konsument ein Neugerät um 20 Prozent reduziert kaufen. Den Handel bittet der Konzern um Zusammenarbeit.  

Wie viele Geschirrspüler mit dem fehlerhaften, elektronischen Bauteil in Österreich verkauft wurden und wie viele noch in Gebrauch sind, könne man heute nicht mehr sagen, sagt Kathrin Schweder, BSH Marketing, nach Anfrage von Elektrojournal Online. Über die Grenzen hinweg sollen etwa fünf Millionen betroffenen Geräten im Umlauf sein, davon zwei Millionen in Deutschland, berichten internationale Medien. In 69 Fällen trat in Deutschland der Defekt auf, zumindest sind 69 Fälle bekannt.    

 

Das schadhafte Bauteil wurde zwischen 1999 und 2005 im Bedienfeld von einigen Geschirrspüler-Modellen der BSH verbaut und kann in seltenen Fällen ein Brandrisiko bedeuten. In Österreich sind die Marken Bosch, Siemens, Neff und Constructa betroffen. Der Hausgerätehersteller startete deshalb eine freiwillige und für Konsumenten kostenfreie Sicherheitsmaßnahme. Ab Mitte September schwärmen in Österreich Techniker aus, die die Spülmaschinen reparieren. Bis es soweit ist, empfiehlt die BSH, die Geräte nur beaufsichtigt laufen zu lassen.

 

Alternativ zur kostenfreien Reparatur bietet die BSH ein Sonderrabatt-Angebot für Geschirrspüler der Marken Bosch, Neff und Siemens. Verbraucher, die eines von der Sicherheitsmaßnahme betroffenes Gerät besitzen, bekommen beim Kauf eines Neugeräts einen Rabatt von 20 Prozent. „Für den Händler bedeutet das keine zusätzliche Arbeit. Der Rabatt erfolgt nach dem Kauf direkt von Bosch, Neff oder Siemens an den Konsumenten“, erklärt Schweder.

 
Hotline und Website

Wenn Händler von Verbrauchern auf die fehlerhaften Geräte angesprochen werden, können diese auf die speziell eingerichtete Homepage www.dishcareaction.at  und auf die gebührenfreie Hotline 00800 / 1908 1908 verwiesen werden. „Auf der Website finden die Kunden alle Informationen und können kontrollieren, ob ihr Gerät betroffen ist“, erklärt Schweder.

 

Die Handelspartner des BSH wurden bereits letzte Woche mittels internen Briefs informiert. In dem Schreiben bittet die BSH, mit dem Konzern zusammenzuarbeiten, um alle betroffenen Geräte in Österreich zu identifizieren. „Wir wollen möglichst transparent arbeiten“, meint die BSH-Sprecherin. „Links auf unseren Homepages weisen auf die Sicherheitsmaßnahmen hin. Wir wollen mit dieser Informationskampagne offensiv an den Konsumenten herangehen.“ 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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