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BSH Berlin: Verhandlungen endgültig gescheitert? Stabilisierung bei Electrolux

26.09.2006

Keine Einigung konnte in jüngsten Verhandlungen zwischen dem Verband der Metall- und Elektroindustrie (VME) und der IG Metall über die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort der BSH in Berlin-Gartenfeld erzielt werden. Gegenstand der Gespräche war ein Angebot des BSH-Konzerns gewesen, das auf eine Teilfortführung der Produktion und den Erhalt von insgesamt 800 Arbeitsplätzen in Fertigung und Forschung ausgelegt war.

Beim Konkurrenten Electrolux hat sich die Situation in Deutschland nach der Einigung auf einen Sozialtarifvertrag im Zusammenhang mit der Werksschließung in Nürnburg und Managementwechseln wieder stabilisiert.

„Es gibt eine ganze Menge an Fällen, wo es eng wurde und man daher vom Flächentarif abgewichen ist, um einen Standort zu retten. In Giengen ist uns das ja vor einem Jahr durch einen Pakt mit der Belegschaft bereits gelungen“, gab sich BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet im Gespräch mit dem Elektrojournal im Mai dieses Jahres noch optimistisch. Auch für das unrentable Waschmaschinen-Werk in Berlin hätte demnach noch keineswegs das letzte Stündlein geschlagen. Seitdem wird verhandelt. Die jüngste Entwicklung gibt freilich wenig Anlass zu Euphorie.
Wie der VME mitteilte, konnte in den Verhandlungen mit der IG Metall über Abänderungen der bestehenden Tarifverträge für die Betriebsstätte Berlin der BSH keine Einigung erzielt werden. Die BSH hatte auf eine Teilfortführung der Produktion mit dem Erhalt von 300 Arbeitsplätzen für Mitarbeiter der Fertigung sowie mehr als 400 Arbeitsplätzen in Forschung, Entwicklung und in den Servicebereichen gesetzt. Das zuletzt erteilte Angebot des Unternehmens hätte insgesamt rund 800 Arbeitsplätze von derzeit 1.050 am Standort Berlin-Gartenfeld gesichert.
„Dabei hätte die Kostenbelastung durch die Weiterführung der Fertigung im Jahr bei 20 Mio. Euro gelegen; die BSH wäre bereit gewesen, einen hohen Anteil an dieser erheblichen wirtschaftlichen Belastung zu übernehmen“, heißt es von Konzernseite.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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