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Böser, böser Flat-TV: Ist er der überdimensionierte SUV unter den Fernsehern?

11.09.2008

Jedenfalls scheint dies die Meinung mancher Kollegen von Konsumenten-Medien zu sein, wie beim FEEI-Pressegespräch zu erfahren war. Außerdem: die aktuellen Zuwachsraten aller Warengruppen.

"Die Österreicher setzen auf große Bildschirme: Jeder zweite verkaufte Fernseher hat mittlerweile über 37 Zoll. Offengestanden wundern wir uns oft, weil dann wahrscheinlich auch die Wohnzimmer-Einrichtung getauscht werden muss."
Das war die einzige launige Bemerkung von Forum CE-Sprecher Christian Blumberger zu diesem Thema. Weniger witzig empfand er, "dass einige Medien Falschmeldungen verbreiten, wonach der alte Color-TV weniger Strom als der Flachfernseher verbraucht".

Die Wahrheit: Flachfernseher mit einem Meter Diagonale benötigen heute nur noch bis zu 300 Watt. Vergleicht man diesen Energiebedarf mit jenem konventioneller Röhren-Geräte, so ist dieser bei LCD in Relation (!) zur Bildschirmdiagonale um etwa zehn Prozent geringer.

Ein Umstand, der auf der FEEI-Pressekonferenz wieder jenen Wirtschaftsjournalisten auf den Plan rief, der sich schon im ersten Teil unserer Berichterstattung in Szene setzte: "Denn in absoluten Zahlen ist es eben Tatsache, dass die großen Flat-TV mehr verbrauchen als kleine Röhren-Fernseher."

Ist ja auch "absolut" richtig. Um neuerlich einen Vergleich mit dem Automobil-Sektor zu bemühen: Würde etwa ein Mercedes-Fahrer von einer A- auf eine weitaus komfortablere S-Klasse umsteigen, müsste er wohl mit einem "absoluten" Mehrverbrauch an Kraftstoff rechnen. Ein technologisches Desaster...

Also Finger weg, liebe Konsumenten, von großformatigen LCD-Geräten, die so verlockend im Elektrohandel herumstehen! Schau'n Sie sich lieber am Flohmarkt nach einem "energieeffizienten" Röhren-Kastl um.
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Augenarzt oder Apotheker. Aber bitte keinen "Wirtschaftsjournalisten"! >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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