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BMW will 2017 den Absatz von E-Autos um zwei Drittel steigern.

BMW will im nächsten Jahr 100.000 Elektroautos verkaufen

14.11.2016

2017 plant der deutsche Konzern BMW den Verkauf von 100.000 Elektroautos. Allerdings ist laut Firmenchef Krüger eine flächendeckende Infrastruktur nötig, um diesen Fahrzeugen einen Durchbruch zu verschaffen.

"BMW soll im nächsten Jahr 100.000 elektrifizierte Autos verkaufen, also reine Elektrofahrzeuge und Hybride, die einen Elektro- und Verbrennungsmotor haben", sagte BMW-Chef Harald Krüger der "Süddeutschen Zeitung". 2016 werde BMW rund 60.000 Elektroautos verkaufen, wodurch 2017 der Absatz um zwei Drittel gesteigert werden soll.

In Summe habe der Münchener Konzern zwischen 2013 und 2016 rund 100.000 elektrische Fahrzeuge abgesetzt, sagte Krüger. Die zuletzt beschlossene Kaufprämie in Deutschland reiche nicht, um Elektroautos einen Durchbruch zu verschaffen. "Was wir brauchen, ist auch die richtige flächendeckende Infrastruktur", sagte Krüger.

BMW sei "jetzt in der zweiten Phase, in der wir das Angebot von Elektroautos auf die klassischen Marken und Modellreihen ausrollen". Der Konzern brauche noch auf längere Sicht Verbrennungsmotoren, mit denen er die Investitionen in die Zukunft finanzieren müsse. "Ich glaube, dass wir im Jahre 2025 einen Anteil von 15 bis 25 Prozent Hybrid- und Elektroautos haben werden."

Einer gemeinsamen Batteriefertigung mit anderen großen Autoherstellern, wie sie Betriebsräte vorschlagen, erteilt Krüger keine grundsätzliche Absage. " Lassen Sie uns warten, bis feststeht, wie die nächste Batteriezellengeneration aussieht."

Größtes BMW-Werk weltweit steht in den USA

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, der sich für höhere Zölle und einen stärkeren Schutz der US-Wirtschaft gegen ausländische Konkurrenz ausgesprochen hatte, sagte Krüger: "Gerade die Autobranche aber braucht einen freien Welthandel, um erfolgreich zu sein." In Spartanburg in den USA stehe das größte BMW-Werk weltweit und BMW sei der größte Exporteur von Automobilen aus den USA. "Für Fälle wie jetzt in Großbritannien oder in den USA gibt es nur einen langfristigen Schutz: Produktion vor Ort sowie eine global ausgewogene Absatzverteilung."

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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