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BIM Wirth: „PV-Fördermittel zügig freigeben“

29.04.2020

Bundesinnungsmeister Andreas Wirth fordert die Bundesregierung auf, rasch wirksame Fördermaßnahmen für Investitionen in die Errichtung von privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen freizugeben.

Der konjunkturelle Einbruch in Folge der Covid-19-Krise wird auch die österreichischen Elektrotechniker massiv betreffen. Dabei geht es um 13.000 Mitglieder sowie 3.800 Arbeitgeberbetriebe aus dem Segment der KMU, 45.000 Mitarbeiter und fast 5.000 Lehrlinge.

Trotz regionaler Unterschiede was die Auswirkungen der Krise betrifft, regt die Bundesinnung der Elektrotechniker eine rasche Umsetzung von wirksamen Fördermaßnahmen für Investitionen in die Errichtung von privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen an. Eine weitere Verzögerung der Fördermaßnahmen würde die Auftragsvergabe und Realisierung bei vielen Projekten um ein ganzes Kalenderjahr verschieben. „Daher ist es dringend notwendig Mittel aus dem Klima- und Energiefonds jetzt fei zu machen“, schreibt die Bundesinnung. „Neben den kurzfristigen wirtschaftlichen Impulsen, die massive regionalwirtschaftliche Effekte mit sich bringen, kann zudem weiter am Umbau der österreichischen Energieversorgung gearbeitet werden und so auch langfristig großer gemeinwirtschaftlicher Nutzen gestiftet werden.

Leistungsschwelle auf 10kWp fixieren

Gleichzeitig wird angeregt, die Leistungsschwelle auf 10kWp zu fixieren und ins Auge zu fassen, gewerbliche PV-Projekte ebenfalls zu unterstützen.

Wenig erfreulich sei zudem die Tatsache, dass bei den österreichischen Gemeinden inzwischen eine starke Zurückhaltung bei Investitionen in PV und Modernisierungen feststellbar sei. Man fordere daher eine rasche Weichenstellung, um Mittel für geplanten Investitionen frei zu machen und damit Handwerk und Gewerbe deutlich zu unterstützen.

Würden die Fördermittel zügig freigegeben, ist davon auszugehen, dass zahlreiche private Auftraggeber in den nächsten Wochen PV-Anlagen beauftragen. Viele private Auftraggeber stünden kurz vor einer Beauftragung, wollen allerdings nicht auf die „erwarteten“ Förderungen verzichten. Daher ist in einem bestimmten Maße Eile geboten, da das Zeitfenster für die Errichtung von PV-Anlagen auf Hausdächern etc. auf die wärmeren Monate limitiert ist.

Die Anregungen der Bundesinnung

  • Erhöhung der förderbaren Leistung von privaten PV-Anlagen auf 10kWp
  • Freimachen der „budgetierten“ Fördermittel im Mai, um Beauftragungen zu stimulieren
  • Breite Infokampagne zu KLIEN-Förderungen und über den gesamten Nutzen erneuerbarer Energieformen
  • Umsetzung und Förderung von lokalen Speicherlösungen bzw. Forschungskooperation mit führenden Anbietern
  • Steuerliche Begünstigung für PV-Anlagen auf gewerblichen Objekten bzw. Einmalzuschüsse als Investitionsanreiz
  • Staatlich unterstützte Konjunktur-Offensive auf kommunaler Ebene zur Stimulation von Investitionen in PV
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