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Außenbeleuchtung sanieren – mehr als nur Lampen- und Leuchtenaustausch

06.11.2015

Ein Großteil der Außenbeleuchtungsanlagen in Österreich ist älter als 25 Jahre. Seit damals haben sich nicht nur die technologischen sondern auch rechtlichen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse geändert.

Die Straßenlaternen im Türkenschanzenpark in Wien zeigen sich in nostalgischen Design.
Wie sich ordnungsgemäß eine moderne Beleuchtung umsetzen lässt, war das Fokusthema des LTG-Seminars.

Wie eine solche notwendige Sanierung ablaufen sollte, zeigte Ende September ein Seminar der LTG auf. Die beschränkte Teilnehmerzahl brachte den Vorteil, dass gerade praxisorientierte Diskussionen zwischen den Vortragenden Nikolaus Thiemann, Erwin Wannemacher und Michael Fritthum und den Teilnehmern möglich wurden. Nikolaus Thiemann, Vorsitzender des Arbeitskreises Öffentliche Beleuchtung: „Wir wollen aufzeigen, wie wichtig es ist, vor einem sinnlosen Lampen- und Leuchtentausch zu überlegen, was denn notwendig ist für eine ordnungsgemäße moderne Beleuchtung.“ Denn negative Beispiele gebe es sowohl im ländlichen als auch städtischen Bereich, wo im wahrsten Sinn des Wortes Licht und Schatten einander abwechseln würden.

Ernst Wannemacher vom Kuratorium für Verkehrssicherheit erläuterte, welche verkehrstechnischen Grundlagen bei der Durchführung einer erfolgreichen Beleuchtungssanierung zu beachten seien. Er nannte die notwendigen vier Schritte einer vernünftigen, neutralen und unabhängigen Umsetzung: Bestandsaufnahme, Analyse, Planung und Errichtung. Dazu wurden den Teilnehmern verschiedene praxisorientierte Checklisten der LTG ausgehändigt, um vor Ort relevante Einzelheiten einfacher erheben zu können. Weitere Themen behandelten die elektrotechnischen Normen, notwendige Beleuchtungsqualität, Betriebssicherheit, Lichtpunkt- und Straßengeometrieerhebung, eine Bewertung des Ist-Zustandes und die daraus zu erfolgenden Veränderungen. Rege Diskussionen gab es natürlich auch bei der Wahl der Leuchtmittel – der Umstieg auf LED nicht immer das Allheilmittel oder der Königsweg.

Hier gehts zum downloadbaren Planungstool für Straßenbeleuchtung auf der LTG-Homepage, das eine komfortable Möglichkeit dastellt, die normgerechten lichttechnischen Anforderungen an die Beleuchtungsanlage nach ÖNORM-EN-13201 in Abhängigkeit von den gegebenen Parameter vor Ort zu bestimmen.

Den Abschluss bildete neben einer Diskussion über das Thema Anlagen- beziehungsweise Ersatzanlagenbuch auch eine Übersicht über verschiedene Ausschreibungs- und Vergabemodelle. Das Feedback eines Teilnehmers: „Es war ein sehr nützliches Seminar, speziell weil auch Firmen dabei waren, die Praxis mitbringen, viele Fragen stellen und damit auch entsprechende Diskussionen entstehen konnten.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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