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Die WKNÖ kurbelt die Lehre zum Elektrotechniker weiter an.

Ausbildungsoffensive der NÖ Elektrotechniker

08.05.2017

Derzeit gibt es in Niederösterreich 2220 aktive Elektrobetriebe, die 9052 Mitarbeiter und 928 in Ausbildung stehende Lehrlinge beschäftigen. Die im Vorjahr mit drei anderen Metallberufen gemeinsam gestartete Lehrlingsoffensive trägt bereits erste Früchte, wie der NÖ Wirtschaftspressedienst schreibt.

„Wir haben heuer immerhin um 16 Lehrlinge mehr als im Jahr 2016. Unser Moderator Michael Marko besucht jede Woche zahlreiche Schulen, um dort für unseren Beruf zu werben“, wird Friedrich Manschein, Innungsmeister der niederösterreichischen Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker in der NÖ Wirtschaftskammer, zitiert. „Die Aktion kommt sehr gut an, denn die Schulen melden sich schon selber bei uns, um nähere Informationen über die Elektrotechnik-Lehre zu bekommen.“

Neben der offenbar geglückten Suche nach geeigneten Lehrlingen kämpft die Branche allerdings weiterhin mit der nach wie vor steigenden Bürokratie und mit dem Kostendruck von Billiganbietern aus dem benachbarten Ausland. „Es muss endlich für alle Marktteilnehmer dieselben Ausgangspositionen geben. Aber gerade hier ist keine Entspannung in Sicht“, stellt Manschein fest. „Obwohl unsere Innung konkrete Lösungsvorschläge gemacht hat, lassen uns die politischen Verantwortungsträger im Regen stehen“, sagt er und setzt nach: „Ich gehe soweit zu behaupten, wenn sich hier nicht bald etwas ändert, wird unsere Konkurrenzfähigkeit verloren gehen.“

Zum wiederholten Mal pocht der Innungsmeister auf eine „Entbürokratisierung in allen Belangen. Die Zeit, die wir immer mehr mit der Administration vergeuden, hält uns von unserer eigentlichen Arbeit ab. Überregulierungen und die Flut monatlicher Gesetzesnovellen sind ein enormer Hemmschuh. Die Situation ist untragbar“, sagt Manschein, „und im Grunde auch irrwitzig. Denn gerade wir Elektrotechniker decken ein breites Betätigungsfeld ab, was unserer Branche gute Zukunftsaussichten eröffnet, würden uns Ämter und Behörden nicht ständig Prügel vor die Füße werfen. Ich fordere daher die Politik dezidiert dazu auf, uns nicht die vorhandenen Chancen für eine gute Entwicklung zunichte zu machen“.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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