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Aus für horrende Rechnungen: Obergrenze von 60 Euro für mobile Datendienste festgesetzt

10.02.2012
RTR

Handyrechnungen, die hunderte von Euros an Datenkosten beinhalten, sind ab dem 1. Mai 2012 passé: Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH lud heute zum Runden Tisch zum Thema Kostenbegrenzungsverordnung. Das Resultat: Für mobile Datendienste dürfen die Mobilfunker nicht mehr als 60 Euro pro Rechnung verlangen. Anlass für diesen Schritt waren die zunehmend steigenden Streitschlichtungsverfahren, die sich auf durchschnittlich 650 Euro beliefen.

Dazu Georg Serentschy, RTR-Geschäftsfüher: "Wir haben in den letzten Monaten ein deutlich erhöhtes Schutzbedürfnis bei mobilen Datendiensten geortet. Der Streitwert bei den bei uns eingebrachten Verfahren belief sich auf durchschnittlich 650 Euro. Das wird mit der neuen Verordnung abgestellt, da der Konsument durch das Festschreiben von 60 Euro vor der Kostenfalle "hohe Telefonrechnung durch Downloads" geschützt ist."

Die Kostenbeschränkungsverordnung ist ab dem 1. Mai rechtskräftig und auch für bereits bestehende Verträge gültig. Am runden Tisch nahmen die Vorstände der (noch) vier Mobilfunkbetreiber, Vertreter der Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) teil.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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