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Scharf wie Chili: An Redcoon hat sich MediaSaturn ordentlich die Finger verbrannt.

Aus die Maus: MediaMarkt/Saturn zieht bei Redcoon den Stecker

04.05.2018

Redcoon ist offenbar (bald) Geschichte. Nachdem man nun auch den deutschen Online-Shop abgedreht hat, bleibt nur noch das Engagement in Polen.

Der deutsche Online-Shop ist offline. Jetzt bleibt nur noch Polen.

Kunden, die unter www.redcoon.de ihrer Shoppinglust frönen wollten, bekommen seit gestern nur noch die simple Meldung angezeigt, dass man die Redcoon-Seite komplett in mediamarkt.de integriert habe. Weiters schreiben die Aschaffenburger: „Alle auf redcoon.de bestellten Produkte werden ausgeliefert, wir erfüllen auch zukünftig alle Ihre Serviceansprüche, zum Beispiel in Garantiefällen“.

Bewegte Geschichte

Mit dem Aus des deutschen Online-Shops, der österreichische wurde bereits 2016 stillschweigend abgedreht, dürfte das Redcoon-Kapitel für MediaSaturn bald abgeschlossen sein. Es ist nämlich nicht zu erwarten, dass sich die Ereignisse von 2017 wiederholen. Schon damals ging Redcoon Deutschland im Frühjahr offline, wurde im Mai dann aber plötzlich wieder reaktiviert.

Über die Jahre hinweg hat sich Redcoon für MediaSaturn zu einem veritablen Flop entwickelt. Der Online-Versandhändler, an dem seit 2009 auch Hannes Majdic beteiligt war, wurde 2011 komplett übernommen.

Ab diesem Zeitpunkt ging’s dann aber eigentlich nur noch bergab. Ein Höhepunkt war dabei die Forderung von MediaSaturn-Mutter Metro, den Kauf 2017 (sechs Jahre danach!) rückabzuwickeln. Die Begründung: Redcoon soll nicht nur gegen das Kartellrecht verstoßen, sondern über ein Mehrwertsteuer-Karussell auch Steuern „gespart“ haben, die aber nachgezahlt werden mussten. Damit habe der Kaufpreis (kolportiert wurden damals rund 300 Mio. Euro) nicht mehr gestimmt und ebendiese wollte man vor einem Jahr zurückhaben. Das Verfahren vor dem Schiedsgericht ist immer noch anhängig.

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