Direkt zum Inhalt
Gewerbe und Handwerk verzeichnen ein Wachstumsplus

Aufschwung: Elektriker wittern beim Umsatz Morgenluft

09.04.2018

Der Konjunkturaufschwung hat 2017 die Erlöse im Gewerbe und Handwerk steigen lassen. Besonders gut lief es im Baunebengewerbe, bei Elektrikern, Installateuren, Kunststoffverarbeitern sowie Mechatronikern.

Wie aus aktuellen Daten des außeruniversitären Forschungsinstituts KMU Forschung Austria hervorgeht, legten die nominellen Umsätze um 2,7 Prozent zu, preisbereinigt sind die Erlöse im Vergleich zu 2016 um 1,1 Prozent gestiegen. „Da im Gewerbe und Handwerk die Auf- und Abschwungphasen in kleineren Ausschlägen stattfinden als in anderen Wirtschaftssektoren, ist dieses Wachstumsplus als kräftig einzustufen“, kommentierte Renate Scheichelbauer-Schuster, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, die aktuellen Umsatzzahlen. Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2016 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 0,6 Prozent, nach drei Jahren zuvor mit Erlösrückgängen.

Im Branchenvergleich hätten sich die Umsätze im Jahr 2017 insbesondere in den Baunebengewerben, bei Elektrikern und Installateuren, bei den Kunststoffverarbeitern und Mechatronikern überdurchschnittlich gut entwickelt, sagte der Direktor der KMU Forschung Walter Bornett. Größere Betriebe ab zehn Beschäftigten verzeichneten bessere Ergebnisse als die kleinen Betriebe.

Mangel bei Fachkräften und Lehrlingen

Erfreut zeigte sich Scheichelbauer-Schuster über einen Zuwachs bei den Lehrlingen. Per Ende März 2018 gab es ein Plus von 2,8 Prozent auf 13.011 Lehrlinge im ersten Lehrjahr, insgesamt haben 41.650 Lehrlinge einen Ausbildungsplatz in einem Handwerks- und Gewerbebetrieb. 41 Prozent aller Auszubildenden seien im Gewerbe und Handwerk beschäftigt, verlautete die Obfrau in einer Aussendung.

Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der KMU Forschung verzeichnen immer mehr Betriebe einen stark steigenden Fachkräftemangel (42 Prozent nach 34 Prozent) und auch einen Lehrlingsmangel (17 Prozent nach 13 Prozent). Der Fachkräftemangel sei besonders im gesamten Baubereich deutlich zu spüren, der Lehrlingsmangel unter anderem ebenfalls in Teilen des Baubereiches.

Positive Geschäftslage

Die Geschäftslage im ersten Quartal 2018 ist laut KMU Forschung deutlich besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Per Saldo würden die Betriebe mit guter Geschäftslage um elf Prozentpunkte überwiegen. Dieses Ergebnis sei um zwölf Prozentpunkte besser als im Vorjahr. Die Ergebnisse der Konjunkturbeobachtung im 1. Quartal 2018 basieren auf den Meldungen von 2.848 Betrieben mit 45.250 Beschäftigten.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
Werbung

Weiterführende Themen

Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau Gewerbe und Handwerk: „In Summe enthält der Entwurf viele positive Aspekte, die die Bundessparte auch bereits begrüßt hat.“
E-Technik
09.04.2018

Besonders angetan ist die Bundessparte Gewerbe und Handwerk vom Bestbieterprinzip und der E-Vergabe, Kritik gibt’s allerdings wegen der Lockerung der Normenbindung.

Die Auswahl im Elektrohandel ist groß, die Umsätze im ersten Halbjahr aber kleiner als im Vorjahr
Aktuelles
31.07.2017

Bei der Umsatzentwicklung im Einzelhandel ist der Elektrohandel der große Verlierer. Während der gesamte Handelsbereich im ersten Halbjahr 2017 die beste Entwicklung seit 2010 hinlegte, büßte der ...

Eine Studie der KMU Forschung Austria zu den Auswirkungen von Ringsperren unterstreich die langjährige Forderung des Handelsverbands nach geeigneten Demozonen, ohne Grundrechte zu beschneiden.
Branche
31.07.2017

Demonstrationen im Herzen Wiens verringern den Jahresumsatz im stationären Einzelhandel um 2,6 Prozent, so der Handelsverband.

Das Stimmungsbarometer bei Elektrikern und für Gewerbe & Handwerk verbessert sich – auch im Vergleich zum Vorquartal.
Branche
05.07.2017

Die KMU Forschung Austria gibt seine Konjunkturbeobachtung im Gewerbe und Handwerk – konkret für die Branche der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker – im 2. Quartal 2017 heraus ...

Rainer Will (l.), Geschäftsführer des Handelsverbandes, und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria präsentieren die E-Commerce-Studie Österreich 2017.
Branche
20.06.2017

Die aktuelle E-Commerce-Studie Österreich 2017 zeigt ein Allzeit-Ausgabenhoch im Distanzhandel, sowie einen anhaltenden Trend zum Mobile-Commerce (Smartphone-Shopping).

Werbung