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Atos-App „ERoster“ unterstützt SOS-Kinderdorf International bei Katastropheneinsätzen

21.03.2017

Die Dachorganisation SOS-Kinderdorf International vereint die Arbeit aller autonomen nationalen Vereine in 134 Ländern. Mithilfe von Atos wurde für das interne Global Emergency Response Netzwerk eine innovative App entwickelt, mit der Nothilfemaßnahmen bei Katastrophen künftig besser organisiert werden können und vor Ort rascher Hilfe geleistet werden kann.

Krieg, Naturkatastrophen oder medizinische Notfälle wie Epidemien erfordern ein rasches Eingreifen, um Leben zu retten, unmittelbare Not zu lindern, Schutz für gefährdete Kinder und deren Familien zu bieten, aber auch um den Grundstein für einen nachhaltigen und dauerhaften Wiederaufbau sowie eine stabile Entwicklung zu legen. Die steigende Zahl von Krisensituationen, deren Komplexität durch unterschiedliche Ursachen und Akteure zunimmt, bringt neue Herausforderungen für die Umsetzung von effektiven Nothilfemaßnahmen mit sich. Ein eigenes SOS-Kinderdorf Emergency Response Netzwerk hilft sicherzustellen, dass die Organisation für eine schnelle und wirksame Unterstützung in Notfallsituationen vorbereitet ist.

ERoster: Verbesserte Organisation, verkürzte Reaktionszeiten

Gemeinsam mit Atos startete die Global Emergency Response Unit einen Bereitschaftsdienst-Mechanismus, den sogenannten Emergency Roster (ERoster). Das System dient zur Identifikation und Verwaltung sowie zur Auswahl qualifizierter NothilfeexpertInnen. Diese werden im Krisenfall entsendet und unterstützen damit betroffene nationale SOS-Mitgliedsvereine vor Ort bei der Planung und Umsetzung von Nothilfemaßnahmen.

Im Katastrophenfall werden aufgrund vorliegender Informationen NothilfeexpertInnen mit unterschiedlichen Fertigkeiten ausgewählt und je nach Bedarf idealerweise innerhalb von 72 Stunden an den Krisenort entsendet. Bei der Auswahl der ExpertInnen kommt die ERoster-App zum Einsatz und liefert einen schnellen und effizienten Zugriff auf Personendaten und Fähigkeiten (z. B. Erfahrung im Bereich von Nothilfe, Sprachkenntnisse, Erfahrungen im betroffenen Land/der betroffenen Region, Logistik, pädagogische bzw. medizinische Fertigkeiten oder Ausbildungen etc.) sowie die zeitliche Verfügbarkeit der jeweiligen Personen. Darüber hinaus werden über eine SOS-interne Plattform die entsendeten Einsatzkräfte und der Informationsfluss zwischen den Mitgliedsvereinen und dem Dachverband koordiniert. Zusammengefasst kann durch den ERoster schneller und qualitativ besser auf Krisensituationen reagiert werden. Gleichzeitig bietet die App ein Höchstmaß an Transparenz und bringt Ressourcen-Einsparungen durch effizientere Verwaltung. 

Das Projekt wurde gemeinsam mit Atos innerhalb von sieben Monaten umgesetzt. Seit Mitte 2016 ist die App bereits erfolgreich bei SOS-Kinderdorf International in Betrieb und erste Hilfseinsätze wurden koordiniert. Aktuell werden rund 50 ExpertInnen aus verschiedenen SOS-Mitgliedsvereinen weltweit auf diese Weise verwaltet. Ziel ist es, diese Zahl weiter zu erhöhen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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