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Arbeitslos, aber nicht versicherungslos: Neues Opting-in-Modell für Unternehmer

23.09.2008
LBG

Der Unternehmer kann künftig selbst entscheiden, ob er Zeiten in der Versicherung ansammeln möchte oder nicht. Dabei sind bestimmte Fristen zu beachten, informieren die Unternehmens-Berater von LBG.

Für den Abschluss der freiwilligen Arbeitslosenversicherung sind bestimmte Fristen einzuhalten:
- Personen, die bereits vor dem 1.1.2009 mit der selbständigen Tätigkeit begonnen haben, können bis 31.12.2009 in die Versicherung optieren.
- Neugründer, deren Tätigkeit mit 1.1.2009 beginnt, werden von der Sozialversicherungs-Anstalt über die Möglichkeit der freiwilligen Arbeitslosen-Versicherung verständigt und können binnen sechs Monaten ab Verständigung in die Versicherung optieren.

Die Entscheidung ist für zumindest acht Jahre bindend. Danach kann der Austritt oder ein (neuerlicher) Eintritt erklärt werden. Der Beitragssatz beträgt sechs Prozent der Beitrags-Grundlage, die vom Unternehmer selbst gewählt wird. Drei Varianten stehen dabei zu Auswahl. Hat der Selbständige in der Vergangenheit als Dienstnehmer Zeiten in der Arbeitslosen-Versicherung erworben, bleibt dieser Anspruch auf Arbeitslosengeld auch während der selbständigen Tätigkeit erhalten.

Durch die Option in die freiwillige Versicherung kann der Unternehmer jedoch die Bezugsdauer verlängern bzw. durch die Wahl einer höheren Beitrags-Grundlage den Anspruch auf Arbeitslosengeld erhöhen. Unternehmer, die bislang keine Zeiten in der Versicherung angesammelt haben, erhalten damit zudem erstmals Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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